Gold für London

Die Emotionen an den Olympischen Spielen sind enorm: Die Sieger werden gefeiert, doch alle andern fühlen eine Leere nach jahrelangen Anstrengungen und Entbehrungen. So wie ich die Freude aus wenigen Metern Entfernung sah, sah ich auch Tränen der Enttäuschung.

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Peter und David Gubser. (Bild: pd)

Peter und David Gubser. (Bild: pd)

Die Emotionen an den Olympischen Spielen sind enorm: Die Sieger werden gefeiert, doch alle andern fühlen eine Leere nach jahrelangen Anstrengungen und Entbehrungen. So wie ich die Freude aus wenigen Metern Entfernung sah, sah ich auch Tränen der Enttäuschung. Auch mich überwältigten die Gefühle bei den letzten Kanu-Finals. Zwölf Jahre lang habe ich meine beiden Söhne zu internationalen Kanuwettkämpfen begleitet. Ich habe mitgefiebert, angefeuert und mitgelitten.

Spiele der Jugend

Das Public Viewing im Hyde Park war an den letzten Tagen völlig überfüllt. Junges Volk traf sich zu Bier und Chips. Ich war einer der wenigen Zuschauer der älteren Generation. Beim zweiten Erfolg des Briten Mo Farah und beim Weltrekord der Jamaikaner in der 4×100-Meter-Staffel schlug die Stimmung zum Salto Mortale.

Rio zu weit weg

Zum Abschluss der Spiele fordert die grösste Gratiszeitung vor Ort «Gold for London». Völlig zu Recht: Die Spiele waren grossartig. Die Organisation, die Stimmung und zum Schluss auch das Wetter – alles hat gepasst. Ich wünsche mir, wieder einmal mit dabei sein zu können. Rio ist allerdings sehr weit weg .

Der Arboner Peter Gubser verweilt zurzeit mit seinem Sohn an den Olympischen Spielen in London. Dessen zukünftige Frau, die amerikanische Kanutin Carrie Johnson, hat sich für die Teilnahme am Turnier qualifiziert.