«Geschäft basiert auf Vertrauen»

SCHÖNENBERG/AMRISWIL. Schrepfer Versicherungstreuhand ist weder ein Industriebetrieb noch in Amriswil ansässig. Und doch gehört die Firma dem Industrieverein Amriswil an. Die Kontakte zu den Vereinsmitgliedern sind Peter Schrepfer wichtig.

Roger Häni
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Peter Schrepfer in seinem Büro in der Liegenschaft Zur Mühle in Schönenberg. (Bild: Roger Häni)

Peter Schrepfer in seinem Büro in der Liegenschaft Zur Mühle in Schönenberg. (Bild: Roger Häni)

Bis vor zehn Jahren leitete er die Generalagentur der Basler Versicherung in Amriswil, dann machte sich Peter Schrepfer selbständig. Sitz von Schrepfer Versicherungstreuhand war zunächst Amriswil, auf der Suche nach «Räumlichkeiten mit Charakter» wurde der Firmeninhaber dann aber in Schönenberg fündig, wo die historische Liegenschaft Zur Mühle umgebaut wurde. «Seit 1. Oktober 2004 sind wir hier Hauptmieter», sagt Peter Schrepfer.

Mit Amriswil verbunden

Der Wechsel nach Schönenberg hinderte ihn nicht daran, dem Amriswiler Industrieverein (wie auch dem Gewerbeverein) treu zu bleiben. Der Vorstand habe im Wegzug kein Problem gesehen, so Schrepfer. «Zumal ich in Amriswil aufgewachsen bin und sich unsere Firma nach wie vor der Region Amriswil zugehörig fühlt.»

Obwohl nicht in der Industrie tätig, profitiere seine Firma durchaus von der Mitgliedschaft. Peter Schrepfer erwähnt die interessanten Aktivitäten und Referate, verschweigt aber auch die Bedeutung eines guten Netzwerkes nicht. «Unsere Hauptkunden sind Firmen. Jedes Mitglied des Industrievereins Amriswil ist auch ein potenzieller Kunde von uns.»

Wie der Inhaber jedoch betont, verzichtet sein Versicherungstreuhand-Unternehmen bewusst auf aktive Kundenakquirierung. «Wir gewinnen Kunden durch Empfehlungen anderer Kunden, denn unser Geschäft basiert völlig auf Vertrauen.»

Sohn tritt in Vaters Fussstapfen

Über mangelnde Arbeit kann sich der 54-Jährige nicht beklagen. «Das Geschäft läuft sehr gut, wir mussten es uns aber auch aufbauen.» Im Jahr 2001 habe er ganz alleine begonnen und seither den Personalbestand kontinuierlich auf mittlerweile sieben Festangestellte erhöht.

Seit einem Jahr arbeitet auch sein Sohn Simon im Betrieb. Für den Weiterbestand der Firma sei damit gesorgt. Auch sei eine weitere Vergrösserung vorgesehen. «Allerdings kommt bei uns Qualität vor Quantität», hält der Chef fest.

Auf einen Versicherungstreuhänder greift etwa zurück, wer eine Firma gründet und mit Versicherungen noch nicht vertraut ist. «Wir machen dann mit dem Kunden ein Konzept und schliessen jene Versicherungen ab, die notwendig sind.

Zuerst eine Portefeuille-Analyse

Die Mehrheit der Neukunden seien aber bestehende Firmen, sagt Peter Schrepfer. «Sie wollen einfach mal von einer neutralen Stelle erfahren, ob sie das richtige versichert haben.» Als erstes macht Schrepfer Versicherungstreuhand dann eine Portefeuille-Analyse, bestehend aus der Aufnahme des Ist-Zustands, der Erarbeitung des Soll-Bedarfs und der Gegenüberstellung von Ist und Soll. «Ich gehe mit dem Kunden die ganze Versicherungslandschaft durch: Entsprechen die effektiven Leistungen dem, was er braucht und zu erhalten glaubt?»

In aller Regel komme es nach der Portefeuille-Analyse zu einem Verwaltungsauftrag, einem sogenannten Makler- oder Broker-Mandat. «Wir verwalten das Portefeuille dann für den Kunden weiter und passen es laufend an, wenn es erforderlich ist.»

Vereinfachung für Kunden

Für den Kunden hat das den Vorteil, dass er statt mit verschiedenen Versicherungen nur mit einer Stelle, der Versicherungstreuhand-Firma, zu tun hat – auch im Schadenfall. Trotzdem hat der Kunde bei Abschluss einer Versicherung das letzte Wort. «Im Gegensatz zu anderen Versicherungstreuhändern unterschreiben wir keinen Antrag selbst», erklärt Peter Schrepfer.

Die meisten seiner Kunden befänden sich in einem Radius von etwa 20 Kilometern, sagt Schrepfer. «Gerade im Schadenfall ist es von Vorteil, sich kurzfristig treffen zu können. Die Kunden schätzen es sehr, bei einem persönlichen Treffen rasch eine Lösung zu finden.»