Gesangfest lebt weiter

Mit einem Reingewinn von 203 000 Franken hat das Schweizer Gesangfest 2008 abgeschlossen. Vor allem auch um diesen Gewinn zu verteilen, wurde am Montagabend in Weinfelden ein neuer Verein gegründet.

Esther Simon
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Enthüllen Gedenktafel: Gemeindeammann Max Vögeli (links) und Gody W. Widmer, Zentralpräsident der Schweizerischen Chorvereinigung. (Bild: cd)

Enthüllen Gedenktafel: Gemeindeammann Max Vögeli (links) und Gody W. Widmer, Zentralpräsident der Schweizerischen Chorvereinigung. (Bild: cd)

weinfelden. Mit diesem finanziellen Ergebnis hat keiner gerechnet. 203 000 Franken Gewinn erzielte das Schweizer Gesangfest, das vom 6. bis 8. und vom 13. bis 15. Juni in Weinfelden durchgeführt wurde. Bei einem Umsatz von 3 Millionen Franken hatte das Budget einen Verlust von 9000 Franken vorgesehen.

Das i-Tüpfelchen

«Das hervorragende Resultat ist die Belohnung für den Mut der Verantwortlichen», sagte FDP-Nationalrat Werner Messmer, Präsident des am 17. November 2003 gegründeten Vereins Schweizer Gesangfest 2008, am Montagabend an der letzten Delegiertenversammlung im Kongresszentrum Thurgauerhof. «Dieser Abschluss ist das Tüpfelchen auf dem i von dem, was wir im vergangenen Sommer erlebt haben.»

150 000 Franken an Vereine

Regierungsrat Bernhard Koch, Präsident des Organisationskomitees, betonte, dass vor Ausweisung des Gewinnes sogar noch rund 150 000 Franken an jene Vereine ausgerichtet werden konnten, für die rund 1000 Voluntaris während der sechs Festtage gearbeitet hatten. Die Einnahmen kamen zu etwa einem Drittel von den 15 000 Sängern in den 500 Chören, rund 40 Prozent stammten von Sponsoren und Gönnern, der Rest von den Besuchern.

Nachfolgeverein gegründet

Bei der Erstellung von Bericht und Rechnung habe sich herausgestellt, dass mit dieser letzten Delegiertenversammlung nicht Schluss sein könne, sagte Koch. Einstimmig genehmigten die Delegierten denn auch die Gründung eines Nachfolgevereins, der bis zum nächsten Schweizer Gesangfest vermutlich im Jahr 2014 verschiedene Aufgaben erfüllen will.

Gedenkplatte enthüllt

Insbesondere geht es um die Verteilung des Gewinns. So sollen je 50 000 Franken für Jugend- und andere Chorprojekte zurückgestellt werden. Auch besteht die Absicht, das Freilichtspektakel «Xang im Ried», das über 11 000 Besucher gesehen hatten, in geeigneter Weise zu vermarkten. Der Verein konstituiert sich selber.

Vor der Delegiertenversammlung hatte Gody W. Widmer, Zentralpräsident der Schweizerischen Chorvereinigung (SCV), am Rathausbrunnen eine Gedenkplatte enthüllt. Mit der Inschrift dankt der SCV den Weinfelder Organisatoren mit Markus Vogt an der Spitze für die Durchführung des Festes und der Weinfelder Bevölkerung für die Gastfreundschaft. Gemeindeammann Max Vögeli sagte, die Weinfelder seien gerührt und fühlten sich geehrt.

Mit einem Galakonzert jener Thurgauer Chöre, die am Gesangfest das Prädikat «vorzüglich» erhalten hatten, und der Übergabe der Chor- und der von der Thurgauer Kantonalbank gestifteten Sonderpreise klang der Abend im Thurgauerhof aus.

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