Gesang aus hundert Kehlen

Gabriela Spring ist eine vielbeschäftigte Dirigentin. Der Öffentlichkeit wurde das am Samstag bewusst. Gleich vier Chöre bestritten unter der Leitung der 56-Jährigen in Sulgen ein gemeinsames Konzert.

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In der evangelischen Kirche von Sulgen dirigiert Gabriela Spring vier Chöre beim gemeinsamen Auftritt. (Bild: Peter Kundert)

In der evangelischen Kirche von Sulgen dirigiert Gabriela Spring vier Chöre beim gemeinsamen Auftritt. (Bild: Peter Kundert)

SULGEN. Der Damenchor Sulgen, das Jodelchörli vom Chlingebärg, der Jodelclub Sulgen und der Männerchor AachThurLand haben eines gemeinsam: Sie werden seit vielen Jahren erfolgreich von Gabriela Spring, die in diesem Frühjahr ihr 30-Jahr-Jubiläum als Dirigentin feiern kann, geleitet. Es war Springs Wunsch, aus diesem Anlass ein grosses Frühlingskonzert mit ihren vier aktuellen Chören vorzubereiten und durchzuführen.

Dass dabei der Hauptteil der Vorbereitung und der Aufführung mit den fast 100 Sängerinnen und Sängern auf ihren Schultern lastete, nahm sie gerne auf sich. Getreu ihrem Motto «Singen ist gut für die Seele» ist ihre Begeisterung für die Chormusik in jeder Probe und bei allen Aufführungen spürbar.

Breites Spektrum

Die evangelische Kirche von Sulgen bot einen idealen Rahmen für dieses Frühlingskonzert. Gemeinsam begrüssten die vier Chöre die grosse Zuhörerschaft mit dem immer wieder gerne gehörten Lied «Freundschaft». Sie boten dabei nicht nur musikalisch, sondern auch optisch ein ganz besonderes Erlebnis, weil alle Sängerinnen und Sänger in ihrem Vereinsdress, aber nach Stimmen geordnet, eher «wild» durcheinander standen.

Dann aber präsentierte sich jeder Chor einzeln mit je drei Liedern, welche die grosse Spannweite der Chormusik deutlich machten. Vom juchzenden Jodellied mit starken Frauenstimmen und raumfüllenden Soloeinlagen bis hin zu bekannten, zeitlosen Schlagermelodien oder eher besinnlichen Liedern – jeder Chor überzeugte.

Auswendig gesungen

Bei allen Chören konnte man die Leidenschaft und die Freude am gemeinsamen Singen gut spüren. Alle Lieder wurden auswendig gesungen; die Sängerinnen und Sänger konzentrierten sich voll auf die Dirigentin.

Im abschliessenden, gemeinsamen Teil mit allen 100 Stimmen kam der volle Chorklang und damit der Lohn für die grosse Arbeit der Dirigentin nochmals sehr schön zur Geltung. Ein spezieller Höhepunkt des Abends war der Auftritt der Panflötengruppe von Irene Häberlin. Die fünf Damen eroberten mit ihren zauberhaften Melodien, die zum Mitsummen einluden, die Herzen der Zuhörer, und sie begleiteten zum Teil auch die gemeinsamen Gesänge. Zum Gelingen des Konzerts trug auch Pianistin Sonja Rempfler mit ihrer gefühlvollen Begleitung der Lieder bei.

Lob vom Gemeindeammann

Mit Schwung führte das junge Familienmoderationsteam mit Nina, Laura und Philipp Spring humorvoll und gekonnt durch das Konzertprogramm. Zwischen den Vorträgen überbrachte Sulgens Gemeindeammann Andreas Opprecht die Grüsse und den Dank der Gemeinde. Er würdigte die Leistung der Chöre und der Dirigentin. (red.)

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