Gemeinsam gegen den Klimawandel

romanshorn. Theologe und Biobauer Jules Rampini-Stadelmann sprach zur Klimakampagne der kirchlichen Hilfswerke. «Während in Afrika die Wüsten wachsen, wird auch in die Schweiz Getreide aus dem Schwellenland Indien eingeführt.

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romanshorn. Theologe und Biobauer Jules Rampini-Stadelmann sprach zur Klimakampagne der kirchlichen Hilfswerke. «Während in Afrika die Wüsten wachsen, wird auch in die Schweiz Getreide aus dem Schwellenland Indien eingeführt. Der Fleischkonsum nimmt auch in der Schweiz zu, und dies ist problematisch, ist doch die Viehhaltung wesentlich mitverantwortlich für den CO2-Ausstoss der Landwirtschaft», sagte er. Die Landwirtschaft sei mitverantwortlich für den Klimawandel und gleichzeitig unfähig, den Hunger wirksam zu bekämpfen. Es mache ihn auch wütend, wenn sich beispielsweise Peru aus eigener Kraft mit Reis versorgen könnte, diesen aber zu 85 Prozent einführen müsse – auch wegen Welthandelsverträgen.

Der gelernte Theologe Jules Rampini-Stadelmann arbeitete mit seiner Frau während acht Jahren mit Strassenkindern in Südamerika. Heute bewirtschaftet er einen sieben Hektaren grossen Kleinbauernbetrieb. Obwohl der Weltagrarbericht 2008 die Intensiv-Landwirtschaft in den Entwicklungsländern als falsch bezeichnet und die Ernährungssouveränität jedes Landes hervorgehoben habe, werde der eingetretene Klimawandel zu massiv fallenden landwirtschaftlichen Erträgen führen, sagte er. Er rief zum Umdenken und dazu auf, die Erde wieder respektvoll wahrzunehmen. «Es gilt, saisongerechte, ökologische und fair gehandelte Produkte zu kaufen. Zusammen mit der Klima-Petition der Hilfswerke müssen wir unseren CO2-Ausstoss stabilisieren und senken. Denn wir leben auf zu grossem Fuss, wir brauchen zu viel Energie», betonte Rampini-Stadelmann. (mb)

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