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Gemeinderat lässt sich Zeit

ROMANSHORN. An seiner Dienstagssitzung hat der Gemeinderat nicht über die Einsprache der SBB zur Umzonung des Güterschuppenareals entschieden. Die IG Hafen bedauert das und spricht von einem Vakuum.
Roger Häni
So könnte es in Romanshorn einst aussehen: Mit einer Umzonung will die IG Hafen den Bau von Wohnblöcken (links hinten) verhindern. (Bild: Visualisierung: pd)

So könnte es in Romanshorn einst aussehen: Mit einer Umzonung will die IG Hafen den Bau von Wohnblöcken (links hinten) verhindern. (Bild: Visualisierung: pd)

Romanshorn. Um den Bau von Wohnblöcken auf dem Güterschuppenareal an bester Seelage zu verhindern, hat die IG Hafen im April ein Volksbegehren zur Umzonung des Hafengeländes eingereicht. Wenig überraschend ist die SBB als Eigentümerin nicht einverstanden mit der Zonenplanänderung und hat dagegen Einsprache erhoben.

Gemäss dem ursprünglichen Ablaufplan (siehe Kasten) hätte der Romanshorner Gemeinderat an seiner Sitzung am Dienstagabend über die Einsprache der Bundesbahnen entscheiden sollen. Dies ist aber nicht geschehen. Während Gemeindeammann David H. Bon für keine Stellungnahme erreichbar war, erklärte der interimistische Gemeindeschreiber Stefan Woodtli gestern auf Anfrage unserer Zeitung: «Der Entscheid ist noch in Bearbeitung und wird rechtzeitig vor der Gemeindeversammlung getroffen und entsprechend bekanntgegeben.»

IG Hafen fordert Stellungnahme

Dass der Gemeinderat die Umzonung des Hafengeländes an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung und nicht an der Urne vors Volk bringt, sei nun definitiv, sagt Stefan Woodtli. Diese Versammlung werde am Montag, 24. Oktober, abgehalten. «Die Stimmberechtigten werden rechtzeitig vor der Versammlung eine Botschaft mit gemeinderätlichem Antrag erhalten.» Weitere Auskünfte könne er zum jetzigen Zeitpunkt nicht geben, so Woodtli. Es sei noch zu früh, zu sagen, wie sich der Gemeinderat zu einer Umzonung stellt.

Viel Zeit bleibt allerdings nicht mehr, wie auch Martin Dempfle von der IG Hafen anmerkt. Sie sässen wie auf Nadeln und hätten auf ein Signal des Gemeinderats gehofft. «Nun entsteht ein Vakuum, weil niemand etwas weiss», sagt Dempfle. Die IG Hafen werde den Nicht-Entscheid des Gemeinderats nun intern besprechen und noch eine Woche abwarten, ehe sie wieder selbst aktiv zu werden gedenke.

Auch Rekurs noch hängig

Noch keinen Entscheid gibt es auch seitens des Thurgauer Verwaltungsgerichts. Dieses befasst sich parallel mit einem Rekurs zum Gestaltungsplan über das Güterschuppenareal. Der Schriftenwechsel mit der Gemeinde Romanshorn zu diesem Thema sei noch im Gang, sagt Verwaltungsgerichtspräsident Jürg Spring.

Nach dem Nein zum Saal am See hofften in Romanshorn manche, der Gemeinderat ziehe den Gestaltungsplan zurück, was jedoch bisher nicht geschehen ist.

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