Gemeinderäte wollen mehr Informationen zu Swisspower

KREUZLINGEN. Einstimmig bewilligte der Kreuzlinger Gemeinderat gestern abend das Budget der Technischen Betriebe Kreuzlingen für 2014. Unbestritten war es nicht nur, weil es einen Ertragsüberschuss von rund 308 000 Franken vorsieht, die Belegschaft der TBK erhielt auch viel Vertrauen ausgesprochen.

Urs Brüschweiler
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KREUZLINGEN. Einstimmig bewilligte der Kreuzlinger Gemeinderat gestern abend das Budget der Technischen Betriebe Kreuzlingen für 2014. Unbestritten war es nicht nur, weil es einen Ertragsüberschuss von rund 308 000 Franken vorsieht, die Belegschaft der TBK erhielt auch viel Vertrauen ausgesprochen.

Migros kauft Strom woanders

Ernst Zülle, Präsident der Finanz- und Rechnungsprüfungs-Kommission kritisierte einige Unternehmen, wie Migros, Coop oder McDonald's. Diese seien den TBK als Kunden verlorengegangen, weil sie ihren Strom mittlerweile über andere Energielieferanten bezögen. Begrüsst hätte die Kommission jedoch, dass die TBK bereit seien 2014 insgesamt 13 Millionen Franken zu investieren, auch in erneuerbare Energien. Die Sanierung und der Umbau des Gebäudes der Technischen Betriebe an der Nationalstrasse 27 fanden einige Gemeinderäte zu teuer veranschlagt. «Eine Million finden wir etwas viel», sagte Thomas Dufner von der CVP. Auch bei der SVP habe es dazu kritische Voten gegeben, sagte Daniel Müller. Noch mehr zu reden gab die Beteiligung der Technischen Betriebe an der Swisspower Renewables. Im Juni 2012 hatten die Kreuzlinger Stimmbürger bewilligt, dass die TBK sich mit bis zu 5,2 Millionen Franken an Projekten des Unternehmens zur Produktion von erneuerbarer Energie beteiligen dürfen.

Eva Häberlin von der Freien Liste sagte, es gebe von ihrer Fraktion dazu noch Fragen zu stellen. Konkret wurde sie jedoch nicht. Thomas Dufner (CVP) sagte, dass bisher erst ein einziges Projekt aufgegleist werden konnte. «Ich habe den Eindruck, dass viel Geld für Verwaltung ausgegeben wird und man wenig Gegenwert erhält.» Einige Mitglieder der FDP/EVP-Fraktion hätten sich an dem Thema richtig festgebissen, sagte Thomas Leuch. Die Botschaft sei damals sehr euphorisch gewesen.

5,2 Millionen bis 2016

Sowohl Markus Brüllmann (SP) als auch Stadtrat David Blatter verteidigten die Beteiligung. Es sei erst wenig von dem Geld geflossen. Die Investitionen seien für einen Zeitraum bis 2016 vorgesehen. Blatter sagte, die Swisspower Renewables sei nahe daran zwei neue Projekte zu akquirieren. Gerne werde man in Zukunft mehr informieren.

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