Gemeinden bauen Regenbecken

Der Abwasserverband der Region Romanshorn wird in den nächsten Jahren rund 3,8 Millionen Franken ins Entwässerungssystem investieren.

Markus Schoch
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ROMANSHORN. Wenn es aussergewöhnlich stark regnet, ist das Kanalnetz im Verbandsgebiet lokal überlastet. Es gibt auch zu wenig Speichervolumen, und 3 von 21 sogenannten Entlastungsbauwerken erfüllen die Bedingungen nicht. Ein Problem ist auch, dass der Zufluss zur Kläranlage in Romanshorn zu hoch ist.

Zu diesem Schluss kommt ein Gutachten über den Zustand des Entwässerungssystems, das Ueli Oswald von der Firma Hunziker Betatech AG an der Delegiertenversammlung des Abwasserverbandes Region Romanshorn am Mittwoch vorstellte.

Die Schwachstellen sollen in den nächsten Jahren behoben werden. Der Verband plant unter anderem, ein Regenbecken mit einem Fassungsvermögen von 1 000 Kubikmetern für den ersten «Schmutzstoss» auf dem Gelände der Abwasserreinigungsanlage zu bauen, die Kapazität des Hebewerkes an der Kehlhofstrasse in Salmsach zu verdoppeln sowie am Netz und bei den Sonderbauwerken Anpassungen zu machen. Zudem wollen die Verantwortlichen die Möglichkeit prüfen, das Stauvolumen des Pumpwerkes Hof zu erhöhen.

Die Arbeiten sollen etappenweise bis im Jahr 2019 ausgeführt werden, wobei die Reihenfolge noch nicht festgelegt ist. Es geht vor allem um die Frage, ob das Regenbecken am Anfang oder am Ende erstellt werden soll. «Wir sind für beide Varianten offen, es ist nicht matchentscheidend, welche gewählt wird», sagte Hunziker auf entsprechende Fragen der Delegierten. Die Investitionen belaufen sich auf 3,8 Millionen Franken. Im Frühling werde der Vorstand einen Finanzierungsvorschlag vorlegen, stellte Präsident Patrik Fink in Aussicht. Es ist vorgesehen, dass die Gemeindevertreter dann gleich darüber beschliessen und das Bauprogramm festlegen.

ARA-Leiter Kurt Gerber und sein Team bekamen am Mittwoch gute Noten für ihre Arbeit. Der Betrieb laufe «sehr gut», was sich in den Werten zeige, sagte Irene Purtschert vom Amt für Umwelt.