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Gemeinde kämpft mit den Folgekosten

NEUKIRCH A. D. THUR. Das Unwetter vom 14. Juni steckt der Bevölkerung von Kradolf-Schönenberg noch in den Knochen. Das Ereignis war auch an der Gemeindeversammlung ein Thema, zumal nicht alle Schäden gedeckt sind. Viele Fragen gab es zu den Einbürgerungsgesuchen.
Hannelore Bruderer
Bei einem Apéro diskutiert Gemeindepräsident Walter Schönholzer nach der Versammlung mit Einwohnern. (Bild: Hannelore Bruderer)

Bei einem Apéro diskutiert Gemeindepräsident Walter Schönholzer nach der Versammlung mit Einwohnern. (Bild: Hannelore Bruderer)

Zur Gemeindeversammlung der Politischen Gemeinde Kradolf-Schönenberg in der Turnhalle Buchzelg begrüsste Gemeindepräsident Walter Schönholzer 141 der insgesamt 2212 Stimmberechtigten. Die Stimmbeteiligung betrug somit 6,33 Prozent.

Drei Einbürgerungen

Im laufenden Jahr seien überdurchschnittlich viele Einbürgerungsgesuche eingereicht worden, sagte der Gemeindepräsident. «Da die Prüfung durch den Gemeinderat Zeit in Anspruch nimmt, werden einige davon erst im nächsten Jahr vor das Stimmvolk kommen.» Über drei Gesuche befanden die Stimmbürger am Dienstagabend.

Bevor die Stimmzettel ausgefüllt wurden, musste Schönholzer mehrere Fragen zum Vorgang der Einbürgerung beantworten. Er gab unter anderem Auskunft über die kommunalen Gebühren für Einbürgerungswillige und erklärte, warum die Religionszugehörigkeit wegen der gesetzlich verankerten Religionsfreiheit kein Kriterium für oder gegen eine Einbürgerung sein könne.

Während die Anträge zur Einbürgerung der zwei Einzelpersonen mit einem klaren Mehr gutgeheissen wurden, fiel der Entscheid bei der fünfköpfigen Familie mit 65 Ja- zu 64 Nein-Stimmen äusserst knapp aus.

Neue Bewertung notwendig

Bei einem Gesamtumsatz von rund 11 Mio. Franken weist das Budget 2016 der Gemeinde Kradolf-Schönenberg bei einem gleichbleibendem Steuerfuss von 59 Prozent einen Fehlbetrag von 59 000 Franken aus. Diesem ausgeglichenen Budget stimmten die Anwesenden einstimmig zu. «Durch das Unwetter im Juni mussten wir andere Prioritäten setzen und die Investitionsplanung komplett überarbeiten», erklärte Schönholzer, bevor er die Investitionsplanung im Detail erklärte. Vorziehen will der Gemeinderat unter anderem die Erneuerung der Rosengartenstrasse in Kradolf, die das Unwetter stark beschädigt hatte.

Insgesamt veranschlagt die Gemeinde für 2016 inklusive den Projekten bei den Werkbetrieben Investitionen von 2,585 Mio. Franken. Auch für die Investitionsrechnung gaben die Stimmbürger einstimmig grünes Licht.

Insgesamt 21 Gesuche

Im Anschluss gewährte der Gemeindepräsident den Anwesenden einen Einblick in die Schadenbilanz des Unwetters vom 14. Juni. Bis Ende Oktober verzeichnete die Gemeinde Kradolf-Schönenberg Gesamtausgaben für die Folgekosten des Unwetters in der Höhe von rund 1,42 Mio. Franken. Gut 890 000 Franken sind durch Beiträge Dritter oder Versicherungsleistungen gedeckt. Es bleibt ein vorläufiger, ungedeckter Restbetrag von 532 000 Franken.

Schönholzer wies darauf hin, dass in diesen Zahlen weder die neuen Investitionen der Gemeinde noch die Kosten Privater berücksichtigt seien. Stefan Stumpf, der der Kommission zur Verteilung des Unwetter-Hilfsfonds vorsteht, informierte über die vorläufige Verwendung der Gelder. Von den eingegangenen 58 000 Franken an Spenden seien 51 000 Franken ausbezahlt worden. Von den 21 Gesuchen sind 18 gutgeheissen und eines abgelehnt worden. Die restlichen Gesuche sind noch pendent.

Bevor die Versammlung mit einem Umtrunk ausklang, folgten Informationen zum Stand der Ortsplanungsrevision und zur Kandidatensuche für das Amt des Gemeindepräsidenten für den Fall einer Wahl Schönholzers in den Regierungsrat.

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