Geländeritt im Regen

Aufgrund des schlechten Wetters blieb ein Viertel der gemeldeten Reiter daheim. Diejenigen, die da waren, zeigten sich begeistert vom Springplatz und von der Stimmung der diesjährigen Pferdesporttage des Reitvereins am Ottenberg.

Werner Lenzin
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Eine der Hauptattraktionen an den Pferdesporttagen in Weinfelden: Das Offroad-Kjöring, welches das Inlineskating und den Pferdesport vereint. (Bild: Nana do Carmo)

Eine der Hauptattraktionen an den Pferdesporttagen in Weinfelden: Das Offroad-Kjöring, welches das Inlineskating und den Pferdesport vereint. (Bild: Nana do Carmo)

WEINFELDEN. «Jeder Reiter erhielt beim Eintreffen auf dem Springplatz eine Karotte für das Pferd, und als wichtigste Massnahme haben wir den Anreitplatz in den Osten der Springplatzes verlegt», sagte OK-Präsidentin Pat Müller, die zum letzten Mal die Hauptverantwortung für die Weinfelder Pferdesporttage trug.

Weltrekordhalter mit dabei

Laut Müller hatte das Regenwetter einen Einfluss auf die Besucherzahlen von Freitag bis Sonntag: «Von den 350 gemeldeten Teilnehmern ist ein Viertel nicht gekommen.» Zur Hauptattraktion des zweiten Tages gestaltete sich das Offroad-Kjöring, zu dem sich sechs Zweierteams mit ihren Pferden am Start meldeten. Es handelt sich um eine Sportart, die den Trendsport Inlineskating sowie den populären Pferdesport vereint. Mit dabei waren auch Reiter Roman Ochsner zusammen mit seinem Skater Daniel Seitz, Weltrekordhalter mit einer Höhe von 1,65 Meter, und ihrem Pferd «Felix». Gemäss Seitz haben sich die sechs Teams entschieden, aufgrund der ausgezeichneten Bodenverhältnisse nach Weinfelden zu kommen. Für viel ungewollte Action sorgte das Newcomer-Team mit Reiterin Andrea Hardegger aus Sirnach und Skater Andi Willi aus Zuoz. Letzterer machte mehrere, glücklicherweise harmlos verlaufende Stürze. Urs Wiesmann und Niklaus Nauer sind seit acht Jahren für den Bau des Parcours verantwortlich. «Dieses Jahr mussten wir die Distanzen wegen des nassen Bodens anpassen, damit die Galoppade kürzer wird, und auch die Höhe mussten wir nach unten korrigieren», sagte Wiesmann. Für Nauer ist der Parcoursbau eine Gefühlssache, und korrigiert haben die beiden erfahrenen Parcoursbauer auch die Wendungen, damit die Pferde grosszügiger galoppieren können.

«Ohne geschleckte Sandplätze»

Wenn es irgendwie geht, ist er alle Jahre an den Seniorenprüfungen bei den Weinfelder Pferdesporttagen dabei: Hans Bürgisser aus Oberlunkhofen. «Trotz dem vielen Regen präsentiert sich der Springplatz in einem tadellosen Zustand», sagt er. Für ihn hat Weinfelden einen der letzten Springplätze «nach alter Schule». Für die Pferde, die sonst an geschleckte Sandplätze gewöhnt seien, sei das hier ein eigentlicher Geländeritt, stellt der erfahrene Springreiter fest.

Rangliste: www.ippica.ch

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