Gegengift für Efeu gesucht und gefunden

Kantonales Pfaditreffen in Bischofszell. 750 Kinder, Jugendliche und Leiter aus 23 Pfadis trafen sich. Unter dem Motto «Bischokoko» führten Adelige in die jeweiligen Themen ein.

Christof Lampart
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Die Kleinsten beim Telefonieren mit dem Schnurtelefon. (Bild: Donato Caspari)

Die Kleinsten beim Telefonieren mit dem Schnurtelefon. (Bild: Donato Caspari)

BISCHOFSZELL. «Hoi Kibo.» Der Knirps, der soeben am Grubplatz vorbeieilt, grüsst den Bischofszeller Stadtpräsidenten Thomas Weingart mit dessen Pfadi-Namen. Diese kleine, ungezwungene Episode vom Sonntagmittag zeigt, wie locker und lässig sich das diesjährige kantonale Pfaditreffen, Katre genannt, in der Rosenstadt gestaltet. 750 Kinder, Jugendliche und Leiter aus 23 Pfadis sowie 150 Helferinnen und Helfer sind gekommen.

Nicht bei, sondern in Bischofszell wurde das Katre abgehalten. Wo ansonsten Flur, Wald und Wiesen die temporäre Heimat eines jeden Pfadfinders sind, waren es dieses Mal das Grün hinter der evangelischen Kirche oder ein paar Bäume neben Häusern. «Die jungen Menschen werden sich an die Häuser und die Atmosphäre von Bischofszell noch lange erinnern», ist Thomas «Kibo» Weingart überzeugt. Sowieso sei die Pfadi «eine der besten Lebensschulen, die man sich vorstellen kann».

Adelige lieferten die Themen

Die Lebensschule, welche gemeinsam von der Pfadi Thurgau und dem Pfadicorps Bischofsberg (Pfadi Bischofszell und Pfadi Waldkirch) organisiert wurde, stand unter dem Motto «Bischokoko». Die verschiedenen Gruppen wurden altersgerecht durch barocke Figuren in die Themen eingeführt. So ass beispielsweise ein Adliger aus Unkenntnis giftigen Efeu. In der nachfolgenden Suche nach einem Gegengift lernten die Jungen und Mädchen viel über die passenden Naturheilmittel.

Trinken ist Pflicht

Das positive Bild des kantonalen Treffens wurde auch dadurch abgerundet, dass es keine nennenswerten negativen Zwischenfälle gab. Selbstredend ist damit nicht die eine oder andere Verstauchung gemeint, welche ebenso wie etwaige Insektenstiche nun einfach einmal zu einem Outdoor-Treffen dieser Art und Grösse gehört.

Da war eine andere Gefahr fürs persönliche Wohlbefinden der Kinder doch schon viel konkreter: «Wir mussten die Leiter daran erinnern, dass die Kinder und Jugendlichen genug trinken; das ist bei diesen Temperaturen ganz wichtig», betont OK-Präsident Dominique Zimmer.