Gegen den Hunger in der Welt

KREUZLINGEN. Die evangelische und die katholische Kirchgemeinde sowie der Verein «Fremde und wir» organisieren die ökumenische Kampagne 2013 «Brot für alle – Fastenopfer». Im Zentrum steht das Thema Hunger.

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Der evangelische Pfarrer Gunnar Brendler, Elisabeth Hofmann vom Verein «Fremde und wir» sowie der katholische Pfarrer Alois Jehle präsentieren den Film «Hunger – Genug ist nicht Genug» von David Syz. (Bild: Michèle Vaterlaus)

Der evangelische Pfarrer Gunnar Brendler, Elisabeth Hofmann vom Verein «Fremde und wir» sowie der katholische Pfarrer Alois Jehle präsentieren den Film «Hunger – Genug ist nicht Genug» von David Syz. (Bild: Michèle Vaterlaus)

«Es gibt sieben Milliarden Menschen. Die Erde könnte zwölf Milliarden Menschen ernähren. Trotzdem stirbt jede fünfte Sekunde ein Kind an Hunger.» Mit diesen Fakten umschreibt Elisabeth Hofmann vom Verein «Fremde und wir» den Kern der ökumenischen Kampagne 2013 «Ohne Land kein Brot». Mit verschiedenen Veranstaltungen möchten die evangelische und die katholische Kirchgemeinde zusammen mit dem Verein «Fremde und wir» die Bevölkerung für das Thema Hunger sensibilisieren.

David Syz ist vor Ort

Aus diesem Anlass findet am Donnerstag, 21. Februar, ein Themenabend statt. Um 19.30 Uhr wird der Film «Hunger – Genug ist nicht genug» von David Syz im evangelischen Kirchgemeindehaus gezeigt. «Im Film geht es nicht darum, herzzerreissende Bilder von hungernden Kindern zu zeigen, sondern um einen anderen Blick in die Wirtschaftspolitik», sagt Hofmann. Syz war Staatssekretär für Wirtschaft im Seco und zuvor CEO diverser Schweizer Unternehmen. Nach seiner Pensionierung widmete er sich dem Filmemachen. «Er wird den Besuchern im Anschluss an den Film für eine Diskussion zur Verfügung stehen», sagt der evangelische Pfarrer Gunnar Brendler. Ebenfalls eingeladen seien Personen der Kreuzlinger und Konstanzer sowie aus der kantonalen Politik.

Unterstützung in Kongo

An den Veranstaltungen der ökumenischen Kampagne 2013 wird jeweils eine Kollekte gesammelt. Die Gelder kommen einem Projekt in Kongo zugute, das hilft, den Hunger zu bekämpfen. «Es gibt beispielsweise juristische Aufklärung für die Einheimischen, wie sie ihr Recht auf ihr Land geltend machen können. Denn Land ist essenziell, um Nahrung anzubauen, und somit notwendig, um einer Hungersnot entgegenzuwirken», sagt Brendler. Auch die Bildung werde gefördert und vom Krieg traumatisierten Kindern und Frauen Hilfe geboten. (mvl)

Die Veranstaltungsreihe beginnt am 17. Februar mit einem Gottesdienst in der evangelischen Kirche an der Bärenstrasse. Ein Höhepunkt ist der ökumenische Gottesdienst am 3. März in der katholischen Kirche St. Ulrich. Weitere Anlässe unter www.evang-kreuzlingen.ch.