Gegen Augenringe hilft Make-up

ARBON. Sie ist 19 Jahre alt, blond und sie will Miss Ostschweiz werden. Larissa Wallner ist einer der verbleibenden zwölf Kandidatinnen. Sie liebt es, vor der Kamera zu posieren, doch will sie sich nicht auf Äusserlichkeiten reduzieren lassen.

Michèle Vaterlaus
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Larissa Wallner posiert gerne vor der Kamera. (Bild: Reto Martin)

Larissa Wallner posiert gerne vor der Kamera. (Bild: Reto Martin)

«Ich habe Miss-Wahlen schon als kleines Mädchen mitverfolgt», sagt Larissa Wallner. Es habe ihr immer gefallen. Heute präsentiert sie sich gerne vor der Kamera oder auf dem Laufsteg. Es ist also naheliegend, dass sie bei den Miss-Ostschweiz-Wahlen mitmacht. Angemeldet hat sie sich trotzdem nicht selber. Das hat ihre Modelagentur für sie gemacht. Zwei Wochen vor dem Casting hatte Larissa Wallner den Brief in der Post. «Ich wollte das ja, aber ich fühlte mich noch nicht bereit für die Teilnahme. Ich dachte, ich muss erst mehr Sport machen», sagt sie und lacht. Sie sei nämlich die Kurvigste unter den Kandidatinnen. Doch die Arbonerin ist mittlerweile überglücklich, dabei zu sein.

Sie mag es sauber

Larissa Wallner ist eine fröhliche junge Frau, sie liebt die Natur und fotografiert leidenschaftlich gern. Ein weiteres Hobby ist das Putzen. «Ich habe keinen Putzfimmel, aber ich mag es einfach sauber.» Ihre kleine Dachwohnung, in der sie seit letztem Herbst lebt, hält sie aufgeräumt und sauber. Aktuell widmet sie ihre Freizeit intensiver dem Sport. «Ich gehe joggen, wenn es die Zeit und das Wetter zulassen», sagt sie. Und seit sie für die Miss Ostschweiz kandidiert, besucht sie auch regelmässig das Fitnessstudio. Denn auch wenn es bei der Wahl durchaus auch auf den Charakter ankomme, wolle sie in Form sein – insbesondere wenn sie es ins Finale schaffe.

Ein starker Charakter

Während sie im Fitnessstudio die Muskeln stärkt, ist das beim Charakter nicht notwendig: Sie sei selbstbewusst, aber nicht selbstverliebt. Denn sie habe einiges durchgemacht in ihrer Familie. Das habe sie stark werden lassen und unterscheide sie wahrscheinlich von anderen 19-Jährigen. Näher will sie nicht darauf eingehen. Glücklich ist sie aber, dass ihre Familie ihre Kandidatur unterstützt: «Meine zehnjährige Schwester hat sogar Flyer gebastelt und sie in der Schule verteilt.» Auch Larissa Wallner selbst macht einiges, damit sie möglichst viele Stimmen bekommt. Bilder auf Facebook stellen, Pressetermine wahrnehmen, SMS beantworten und die regelmässigen Challenges und Castings meistern. Nebenbei kommt sie ihrem 100-Prozent-Job als Coiffeuse nach. «Ich kann das alles bloss durchziehen, weil mein Chef viel Verständnis zeigt und mir die Freitage einräumt», sagt sie. Trotzdem werde es hie und da spät, bis sie ins Bett komme. «Gegen die Augenringe gibt es aber gutes Make-up.»

Träumen ist erlaubt

Hie und da malt sie sich aus, wie es wäre, das Miss-Ostschweiz-Krönchen zu ergattern. Und nicht nur dieses: Auch der Traum einer Teilnahme an der Miss-Schweiz-Wahl gesteht sie sich manchmal zu. «Doch eigentlich ist alles noch sehr unwirklich für mich. Und wie meine Zukunft aussieht, weiss ich noch nicht.» Im Fokus steht für sie deshalb erst einmal der nächste Recall vom 7. März. Dann entscheidet sich, welche neun Kandidatinnen am 11. April ins Finale kommen.

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