Geburtstagsparty am See mit Amy

ARBON. Die Leitung des Summer Days Festivals präsentiert das Programm der vierten Auflage in den Arboner Quaianlagen. Amy Macdonald wird an ihrem 25. Geburtstag, am letzten August-Samstag, auftreten. Am bewährten Konzept wird festgehalten.

Max Eichenberger
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Wird eine Marke setzen am Summer Days Festival am letzten Augustwochenende in den Arboner Seeuferanlagen: Amy Macdonald. (Bilder: Max Eichenberger)

Wird eine Marke setzen am Summer Days Festival am letzten Augustwochenende in den Arboner Seeuferanlagen: Amy Macdonald. (Bilder: Max Eichenberger)

Die zierliche Schottin mit der Powerstimme wird am Tag ihres Auftritts am 25. August 25. Und feiert ihren runden Geburtstag sozusagen auf der Bühne am See mit dem Publikum. «Wir werden uns schon etwas einfallen lassen», blinzelt Summer-Days-Verwaltungsratspräsident Cyrill Stadler, der mit seinem Geschäftsführer Stefan Breitenmoser am letzten August-Wochenende die vierte Auflage der Summer Days in Arbon durchzieht.

Vorverkauf ohne Unbekannte

«Das Programm steht – mit Ausnahme des slowUp-Sonntags. Wir sind stolz darauf, was wir zu bieten haben.» Dem Konzept bleiben die Summer-Days-Macher, zu denen sich hoffentlich diesmal Petrus gesellen wird, treu: am Samstag gibt's altbewährte musikalische Kost vor allem für die gestandenen Festival-Gänger, zu denen sich immer auch jüngeres Publikum mischt. Der Samstag ist auf Familien ausgerichtet und bringt die einheimischen Schwergewichte Patent Ochsner, Plüsch und Lovebugs, welche die Party für Amy Macdonald so richtig lancieren. «Jetzt, da die Headliner bekannt sind, kann der Vorverkauf ohne Unbekannte starten.»

Treues Publikum

Nach Sonnenschein bei der Premiere 2009, Regen und dann Wind letztes Jahr wünscht sich die Festivalleitung fürs letzte August-Wochenende darum ein meteorologisches Hoch, das dem stimmungsmässigen ebenbürtig ist und eine Reverenz für das Geburtstagskind. «Der Wechsel von Jonschwil an den Bodensee hat sich ausgezahlt – und auch das treue Publikum ist mitgekommen», bilanziert Stadler die ersten drei Auflagen in Arbon positiv.

«Ein Hochrisikogeschäft»

Die drei Auflagen seien auch wirtschaftlich erfolgreich gewesen. «Aber finanziell ist ein Festival nach wie vor ein Hochrisikogeschäft», weiss Stadler. «Erwischt man die Headliner, die das Publikum sehen will? Passen die SummerDays in den Tournéeplan?

Mit einem Budget von 2 Millionen Franken stemmt die eingespielte Organisation die SummerDays-Kiste. 40 Prozent machen die Gagen aus, die wieder im Steigen begriffen sind. Gedreht hat es vor vier Jahren. Weil die Tonträgerverkäufe eingebrochen waren, mussten die Musiker raus auf die Bühnen. Inzwischen sind neue Veranstaltungen aus dem Boden geschossen. Damit stieg die Nachfrage wieder nach Acts – und der Markt treibt die Gagen wieder hoch. Die Sponsoren haben mitgeholfen, diese Entwicklung aufzufangen. Nur moderat – im Rahmen von 5 Prozent – sind die Ticketpreise angehoben worden.

Augenmerk auf Ökologie

Die letztes Jahr perfektionierte Infrastruktur wird analog in diesem Spätsommer wieder erstellt. Stadler: «Bei einer Kapazität von 12 000 Besuchern ist das Gelände gerade optimal und das Festival nicht überladen.» Die SummerDays-Veranstalter sind neuerdings Europe Member der Festivalvereinigung. «Vor allem auch punkto Sicherheit und Ausfallrisiken ist das eine wichtige Plattform», sagen Stadler und Breitenmoser. Den Ökologie-Standard wollen sie weiter verbessern und arbeiten auf den Green Award hin.

Für Campeure steht im Campingplatz Buchhorn, bei der unteren Strandbadwiese, Platz für zusätzliche 600 Zeltler zur Verfügung. Dazu gibt es für Festivalbesucher weitere Möglichkeiten, in Hotels unterzukommen.

Abgeltung an die Stadt

Die Nutzung des Buchhorn-areals und des Seeparksaals, der als Headquarter dienen wird, und der Rondelle sowie die Leistungen des Werkhofs werden der Stadt Arbon in der Grössenordnung von 30 000 Franken abgegolten. Auch für die Wiederinstandstellung des Geländes kommen die Veranstalter auf. Umgekehrt weiss auch Hanspeter Mazenauer, Leiter der Abteilung «Freizeit, Sport, Liegenschaften», dass das Festival ein Werbefaktor für die Stadt ist.

schauplatz ostschweiz 60

VR-Präsident Cyrill Stadler (l.), Geschäftsführer Stefan Breitenmoser.

VR-Präsident Cyrill Stadler (l.), Geschäftsführer Stefan Breitenmoser.