Gebaut im Vertrauen auf Gott

ROMANSHORN. Eine grosse Festgemeinde war gestern Sonntag in Romanshorn am Jubiläum dabei: Umrahmt von Chor und Musikverein, stand die hundertjährige katholische Kirche St.Johannes im Zentrum von Gottesdienst und Festansprachen.

Markus Bösch
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Im Gottesdienst beging die Kirchgemeinde das Kirchenjubiläum feierlich und fröhlich zugleich. (Bild: Markus Bösch)

Im Gottesdienst beging die Kirchgemeinde das Kirchenjubiläum feierlich und fröhlich zugleich. (Bild: Markus Bösch)

Sie ist gebaut aus Steinen, und sie war damals eine grosse Sache: Die Planer und Erbauer der katholischen Kirche waren getragen von Gottvertrauen. Zusammen mit Kindern und zwei Grossmüttern ging Pfarrer Toni Bühlmann der Frage nach: Wo wohnt Gott? «Er wohnt im Himmel und in jedem von uns, in jedem Leben überhaupt. Und auch in diesem Gebäude, in der nunmehr hundertjährigen Kirche St. Johannes, in der die Menschen zusammenkommen, Gemeinschaft und Feste feiern», sagte Bühlmann. Wesentlich sei, «dass wir auf Empfang sind und bleiben, auf Gott hören, uns engagieren für das Leben, die Gerechtigkeit, die Schöpfung. Das ist die Kirche, die wir meinen.» Der Jubiläumschor unter der Leitung Roman Lopars bestritt den musikalischen Teil des Festgottesdienstes, unterstützt vom Kinderchor «Chilemüüs».

Einander näherkommen

Zusammensitzen, gemeinsam essen, ins Gespräch kommen, als Kinder (und Erwachsene) spielen: Zum anschliessenden Festakt im Zelt auf der Schlosswiese war die ganze Bevölkerung eingeladen, kulinarisch verwöhnt von der Männerkochgruppe 01. Den offiziellen Teil moderierte Christoph Sutter, musikalisch begleitet vom Musikverein Romanshorn.

Der katholische Kirchenpräsident Cyrill Bischof bekannte sich zur Kirche als «einem Ort, der lebendig ist und zum Kraftort wird. Wichtig ist sie dann, wenn ich und wir dem Geheimnis des Schöpfers nahe kommen. Die Beziehung und Gemeinschaft machen sie aus, und ich hoffe, dass die Kirche weitere, überfällige Veränderungen erleben wird.» Kirchenrätin Anne Zorell richtete das Augenmerk in ihrer Grussadresse auf die Menschen, die den Glauben und das Leben feiern.

Wegweiser als Geschenk

Der evangelische Kirchenpräsident Heinz Loppacher überbrachte als Geschenk den Wegweiser am Eingang des neuen Oasenwegs: «Er zeigt auf die weltweit umspannende Kirche und damit auch auf die evangelische Schwesterkirche am Ort.» Es brauche die Ernsthaftigkeit der einen und die Fröhlichkeit der anderen. «Und beide zeigen zum Himmel und sind Leuchttürme in unserer Zeit.»

Stadtammann David H. Bon verwies darauf, dass die Kirchen schon seit jeher Gemeinschaft vorlebten und mit Kirchen Orte für ein würdevolles Zusammenkommen schafften. Kraft schöpfen könne der Mensch nicht alleine, er brauche dazu Orte, Menschen und eben das Höhere.

Im Rahmenprogramm konnten sich die Kirchbürger kreativ betätigen. (Bild: Markus Bösch)

Im Rahmenprogramm konnten sich die Kirchbürger kreativ betätigen. (Bild: Markus Bösch)

Im Festzelt auf der Schlosswiese liessen es sich die Kirchbürger bei Speis und Trank gutgehen. (Bild: Markus Bösch)

Im Festzelt auf der Schlosswiese liessen es sich die Kirchbürger bei Speis und Trank gutgehen. (Bild: Markus Bösch)