Garantiert ein volles Haus

Das Kreuzlinger Erzählcafé ist eine Erfolgsgeschichte. Die Veranstaltungsreihe, in der Einwohner Interessantes aus ihren Leben berichten, kommt sehr gut an und geht bereits in die fünfte Runde.

Martina Eggenberger Lenz
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Elsbeth Zecchinel, Doris Münch, Hans Sprunger, Hanni Knüsel und Karl Kohli vom Vorbereitungsteam freuen sich auf die nächsten Veranstaltungen des Erzählcafés. (Bild: Martina Eggenberger Lenz)

Elsbeth Zecchinel, Doris Münch, Hans Sprunger, Hanni Knüsel und Karl Kohli vom Vorbereitungsteam freuen sich auf die nächsten Veranstaltungen des Erzählcafés. (Bild: Martina Eggenberger Lenz)

KREUZLINGEN. Die Erlebnisse und Erfahrungen, die jeder in seinem Leben macht, sind ein Schatz. «Und es wäre doch schade, wenn dieser vergessen ginge», sagt Hanni Knüsel. Sie ist Teil des Vorbereitungsteams des Kreuzlinger Erzählcafés, das vor fünf Jahren initiiert wurde und seither zuverlässig rund hundert Zuhörer ins evangelische Kirchgemeindehaus lockt. Zusammen mit Karl Kohli, Doris Münch, Hans Sprunger und Elsbeth Zecchinel wählt Hanni Knüsel die jeweils fünf «Referenten» aus. Die Gruppe führt Vorgespräche, organisiert und moderiert den Anlass, der sich als gesellschaftlicher Anlass etabliert hat, wie Doris Münch feststellt. «Am Anfang habe ich gedacht, es kommen vielleicht zwanzig, dreissig Leute», sagt Hans Sprunger. Seine Erwartungen wurden bei weitem übertroffen. Wenn er dann die Leute sehe, wie sie zusammensitzen und angeregt diskutieren, dann freue ihn das, «dann hat es etwas gebracht».

Als Erzähler eingeladen werden jeweils Menschen mit Bezug zu Kreuzlingen. Die Ideen würden dem Team noch lange nicht ausgehen, erzählt Karl Kohli. «Unsere Liste ist noch lang.» Aber es gebe auch manche Absage. Schliesslich steht nicht jeder gerne so im Mittelpunkt. «Für viele Erzähler ist ein solcher Auftritt ein richtig grosses Ereignis», glaubt auch Hanny Knüsel. Das Vorbereitungsteam legt Wert auf eine gute Mischung der Erzähler. Es kommen Männer und Frauen, Schweizer und Ausländer aus verschiedenen Berufsgruppen und mit unterschiedlichen Biographien zu Wort. Ebenso wichtig wie der Referent sind dem Team eine gute Atmosphäre im Haus, ein schöner Saalschmuck, der Kaffee und die selbstgebackenen Kuchen. «Wir stärken mit unserer Veranstaltung das Wir-Gefühl in der Stadt», bringt es Hans Sprunger auf den Punkt.