«Ganz besondere Atmosphäre»

Zum zweitenmal in Folge fand in Erlen das hochdotierte Golfturnier der Profis, die Swiss PGA Championship, statt. Eine Ehre für den Golfclub Erlen, der von verschiedenen Seiten gelobt wird. Auch der bekannte Profigolfer André Bossert ist von der Anlage angetan – trotz brauner Flächen.

Rudolf Käser
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Schaut ganz genau hin: Vorjahressieger Alexandre Chopard an der Swiss PGA Championship in Erlen. Er konnte seinen Titel nicht verteidigen. (Bild: Rudolf Käser)

Schaut ganz genau hin: Vorjahressieger Alexandre Chopard an der Swiss PGA Championship in Erlen. Er konnte seinen Titel nicht verteidigen. (Bild: Rudolf Käser)

Erlen. André Bossert spielte schon auf sehr vielen Golfplätzen dieser Erde. Als einer der bekanntesten Schweizer Golfprofis der letzten 20 Jahre lässt er sich nicht so schnell beeindrucken. «Aber Erlen bietet eine ganz besondere Atmosphäre», sagt der 47-Jährige, der neben dem schweizerischen auch den südafrikanischen Pass besitzt. «Mein Ziel ist es, hier zu gewinnen, und dafür finde ich in Erlen die idealen Voraussetzungen», lobt er.

Dass sich in der Umgebung zweier «Holes» ungewöhnliche braune Flächen (siehe Kasten) befinden, störe ihn überhaupt nicht, so Bossert. «Für den Wettkampf ist das kein Problem. Die Regeln sind so angepasst, dass – wenn erforderlich – der Ball an einem Ausweichort plaziert werden darf.»

Hohe Ansprüche

Für den organisierenden Golfclub Erlen bedeutete die gestern zu Ende gegangene Swiss PGA Championship eine grosse Herausforderung: «Bei diesem Profiturnier

wird auf sehr hohem Niveau gespielt, und dafür müssen Voraussetzungen geschaffen werden, die hohen Ansprüchen genügen», erklärt der Clubmanager des Golfclubs, Christian Heller.

Allerdings, so hält er fest, sei die Herausforderung praktisch nur eine Bestätigung. Denn bereits im vergangenen Jahr führte der Golfclub Erlen die hochdotierte Meisterschaft mit Erfolg durch. «Offenbar war man mit uns zufrieden», stellt Heller fest.

Dass ein Swiss-PGA-Championship-Turnier zwei Mal in Folge am selben Ort stattfindet, ist selten und deshalb eine Ehre. Volker Krajewski, Präsident der Swiss PGA Championship, begründet das wie folgt: «Unser Sponsor wollte die Durchführung auch in diesem Jahr in der Ostschweiz. Weil Erlen das Turnier im vergangenen Jahr so hervorragend bewältigte, entschlossen wir uns wiederum für diesen Austragungsort.»

Erstmals ein Live Scoring

Neben einwandfreien sportlichen Rahmenbedingungen war dem Golfclub Erlen in den vergangenen Tagen auch eine reibungslose Restauration wichtig. Und als spezielle Dienstleistung an die Golfspieler und das Publikum wurde durch eine private Firma erstmals ein Live Scoring eingerichtet. Auf zwei Bildschirmen erschienen laufend die Ergebnisse der Spieler von allen 18 «Holes». «Wir mussten dafür 10 bis 20 Helfer zur Verfügung stellen», sagt Heller.

Volker Krajewski lobt die Organisation und den Austragungsort über alle Massen. «Hier ist einfach alles gut. Wir wurden überaus herzlich empfangen, das Restaurant harmoniert hervorragend, und die ganze Infrastruktur lässt keine Wünsche offen.»

Übrigens: André Bossert erreichte gestern nachmittag sein Ziel: Ganz knapp, mit einem Schlag Vorsprung, gewann er das Turnier.

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