Fundgrube für Strickerinnen

Das «Wullästübli» feiert sein 30jähriges Bestehen. Vieles hat sich verändert, zwei Fixpunkte sind aber geblieben: Gründerin Margrit Tanner und die Wolle.

Marcel Jud
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Margrit Tanner (Mitte) mit ihrem «Wullästübli»-Team: Mutter Silvia Heer, Nichte Selina Diefenbacher, Kollegin Margaretta Keller und Schwester Christa Zürcher. (Bild: pd)

Margrit Tanner (Mitte) mit ihrem «Wullästübli»-Team: Mutter Silvia Heer, Nichte Selina Diefenbacher, Kollegin Margaretta Keller und Schwester Christa Zürcher. (Bild: pd)

BUCHACKERN. Als Margrit Tanner ihr «Wullästübli» vor 30 Jahren eröffnete, war es noch nicht der gemütliche Raum mit dem hölzernen Stubentisch, umgeben von Regalen voller Wollknäuel. Die gelernte Kauffrau richtete sich zunächst in einem kleinen Zimmer ihres Einfamilienhauses ein. Hier begann sie, ihre seit Kindheitstagen gelebte Strickleidenschaft mit anderen zu teilen. Später zog Margrit Tanner in die Garage um. Diese verwandelte sie in das heimelige «Stübli», das es heute noch ist.

30 Anleitungen pro Jahr

Doch nicht nur die Lokalität, sondern auch das Angebot des «Wullästüblis» veränderte sich. Hatte Margrit Tanner zunächst nur Wolle verkauft, kamen mit der Zeit auch selbstgestrickte Modelle und Geschenkartikel dazu. Vor allem die Modelle taten es der Kundschaft an.

Margrit Tanner fing auf mehrfach geäusserten Wunsch hin an, Strickanleitungen für die Modelle zu verfassen. Heute fertigt sie pro Jahr bis zu 30 solcher Anleitungen an. Inzwischen strickt sie schon lange nicht mehr alleine: Ihre Mutter, ihre Schwester, eine Nichte und eine Freundin arbeiten im «Wullästübli» mit.

Treue Stammkundschaft

«Vor allem in den letzten zehn Jahren hat ein regelrechter Strickboom eingesetzt», erzählt Tanner. Inzwischen kann sie auf eine treue Stammkundschaft zählen. Hauptgeschäft ist und bleibt zwar die Wolle, die im «Wullästübli» in unterschiedlichster Form anzutreffen ist: aus Naturmaterialien, Seide oder als Effektwolle. Doch mit der gestiegenen Nachfrage hat Margrit Tanner auch ihr Angebot erweitert. Heute bietet ihr Geschäft verschiedene Strickkurse an, und zweimal pro Monat laden Tanner und ihr Team zu «Stricken und Käfele» ein. Jedes Jahr gibt es zudem eine Happy Hour, an der die neuen Herbstmodelle vorgestellt und alle Waren zu reduzierten Preisen verkauft werden.

Morgen Freitag fällt diese Happy Hour mit den Jubiläumsfeierlichkeiten (13.30 bis 20 Uhr) zusammen. Ausser Wolle und Strickanleitungen kann man am 18. September an der Eppishauserstrasse 2 auch jene Strickpullover für Teddybären bewundern, die Margrit Tanners Mutter extra für diesen Anlass angefertigt hat.