Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

«Für uns die beste Lösung»

ARBON. Seit Jahren produziert die Arbonia-Forster-Gruppe Kühlschränke für V-Zug. Jetzt verkauft sie den ganzen Geschäftsbereich Kühltechnik an den bisherigen Hauptabnehmer. Bei der Stadt ist man froh über diese «beste aller möglichen Varianten».
Max Eichenberger
Produktionshalle der AFG-Geschäftseinheit Kühltechnik gegenüber dem Seeparksaal. (Bild: Max Eichenberger)

Produktionshalle der AFG-Geschäftseinheit Kühltechnik gegenüber dem Seeparksaal. (Bild: Max Eichenberger)

Mit dem Kauf übernimmt V-Zug die Produktionshallen in Arbon und die 100köpfige Belegschaft. Ein Deal, der so überraschend nicht kommt. Denn dass die AFG die nicht mehr ins neudefinierte Kerngeschäft passende Geschäftseinheit Kühltechnik überprüft, war bekannt.

Ein Verkauf biete die besten Möglichkeiten, den Standort Arbon zu erhalten, heisst es bei der AFG. V-Zug als führender Schweizer Hersteller von Haushaltgeräten für Küche und Waschraum gewährleiste eine «Weiterentwicklung der Produktion am bestehenden Standort». V-Zug vertreibt als Hauptkunde Forster-Kühlschränke unter ihrer eigenen Marke.

Gut für den Standort Arbon

«Wir haben zwar gewusst, in welchen Bereichen die AFG Massnahmen plant. Details waren uns bis am Dienstagabend, als uns Konzernchef Daniel Frutig vorgängig informiert hat, jedoch nicht bekannt. Ich glaube, für die AFG und die Stadt Arbon kommt jetzt definitiv die beste Lösung zustande», sagt Stadtammann Andreas Balg. Wichtig sei für die Stadt der Erhalt des Produktionsstandortes und die Weiterbeschäftigung des Personals. V-Zug sei eine Schweizer Traditionsfirma und ein Qualitäts-Brand. Das stimmt Balg zuversichtlich. «Ich gehe davon aus, dass andere geprüfte Varianten aus Arboner Sicht sicherlich weniger logisch und gut gewesen wären.» Der Stadtammann denkt dabei an einen möglichen Verkauf ins Ausland.

Unternehmerisch und organisatorisch seien die Partner gut vorbereitet. An der Stadt und auch an den Mitarbeitern liege es nun, dafür zu sorgen, dass der Standort Arbon auch unter neuen Eigentumsverhältnissen ein entwicklungsfähiges Fundament bleibe und dies die V-Zug-Spitze spüre. Mit ihr habe CEO Daniel Frutig Gespräche in Aussicht gestellt.

Produktion einst in der Novaseta

Die frühere Forster AG hatte 1953 mit dem Aufbau der Küchen- und Kühlschrankproduktion begonnen. Kühlschränke wurden zunächst in einem Komplex des ehemaligen Stickereiimperiums Novaseta hergestellt, an der Ecke St. Galler-/Klarastrasse. Ein Grossbrand hatte 1962 die Produktionsanlagen verwüstet. Anfang der Achtzigerjahre baute dann Forster unter Patron Jakob Züllig, der als Gründer der Arbonia 1975 die Firma aufgekauft und die AFG gegründet hatte, eine neue Fabrik an der Wassergasse. Das angestammte Firmengelände wurde gegen den See hin arrondiert.

Sündenfall wegen der Steuern

Gleichzeitig mit der Gestaltung des Seepark-Aufschüttungsgeländes war dies damals zwar ein ortsplanerischer Sündenfall. Die Ortsgemeinde Arbon wollte aber unbedingt vermeiden, dass die Kühlschrankfabrik, wie von Züllig angedroht, in Frasnacht gebaut wird. Damit wären namhafte Steuereingänge abgeflossen. Innerhalb der Munizipale war Frasnacht noch eine selbständige Ortsgemeinde mit eigener Steuerhoheit. Vor dem Bau des Seeparksaals erwog man sogar, den grünen Wall als Abschluss des neuen Parkgeländes so hoch wie die Dächer der Fabrik aufzuschütten, um diese zu kaschieren.

Brand in der Kühlschrankfabrikation 1962. (Bild: Archiv me)

Brand in der Kühlschrankfabrikation 1962. (Bild: Archiv me)

Damals Zankapfel: Der Landstreifen vor dem Seepark. (Bild: Archiv me)

Damals Zankapfel: Der Landstreifen vor dem Seepark. (Bild: Archiv me)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.