Für Terroristen wäre eine Einreise nicht einfach

KREUZLINGEN. Dass einer der Pariser Attentäter möglicherweise als Flüchtling getarnt nach Europa gekommen ist, sorgt für Aufregung. Die Angst, dass sich Terroristen unter Migranten mischen könnten, hat sich seit den Anschlägen in Paris vergrössert.

Martin Rechsteiner
Drucken

KREUZLINGEN. Dass einer der Pariser Attentäter möglicherweise als Flüchtling getarnt nach Europa gekommen ist, sorgt für Aufregung. Die Angst, dass sich Terroristen unter Migranten mischen könnten, hat sich seit den Anschlägen in Paris vergrössert. In Kreuzlingen steht ein Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ). Es registriert die Migranten und nimmt Asylanträge entgegen. Betrieben wird es vom Staatssekretariat für Migration (SEM).

Kein Asyl für Terroristen

Martin Reichlin vom SEM sagt, dass es allfällige Terroristen bei einer Einreise nicht einfach hätten: «Das SEM prüft bei jedem Asylgesuch sorgfältig, ob Gründe vorliegen, die gegen eine Asylgewährung sprechen.» Solche Gründe seien etwa ein terroristischer Hintergrund oder Kriegsverbrechen, sagt er.

Mehrere Überprüfungsschritte

In mehreren Schritten würden Asylanträge geprüft, sagt Reichlin. «Dazu gehören das Abrufen von Fingerabdruck-Datenbanken und Befragungen durch Experten.» Handle es sich um Asylanten aus Krisengebieten, würden danach alle Antworten durch den Nachrichtendienst des Bundes ausgewertet, sagt Reichlin. Zudem erhalte der Nachrichtendienst sämtliche Dossiers von Flüchtlingen bestimmter Herkunftsländer. «Der Nachrichtendienst übernimmt auch zusammen mit der Bundesanwaltschaft, sobald ein Verdacht auf Terrorismus besteht», sagt Reichlin.

Aktuelle Nachrichten