Für eine bessere Orientierung

KREUZLINGEN. Die Stadt Kreuzlingen plant ein Fussgänger-Leitsystem mit Informationstafeln und Wegweisern. Die 14 Stelen werden aussehen, wie jene in Konstanz und an stark frequentierten Orten um das Stadtzentrum installiert.

Urs Brüschweiler
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Eine Informations-Stele am Konstanzer Schnetztor. (Bild: Urs Brüschweiler)

Eine Informations-Stele am Konstanzer Schnetztor. (Bild: Urs Brüschweiler)

KREUZLINGEN. «Wir haben uns solche Systeme in verschiedenen Städten angeschaut, jenes in Konstanz hat uns überzeugt», sagt Stadtammann Andreas Netzle. Im nächsten Jahr will sich Kreuzlingen – wie die Nachbarstadt vor ein paar Jahren – auch ein Fussgänger-Leitsystem anschaffen. Es wird aus 14 Informationsstelen bestehen. Diese werden an wichtigen Orten am See und im Stadtzentrum aufgestellt. Darauf zu finden sind zum Beispiel geschichtliche Informationen über den entsprechenden Ort. Die Texte entstanden in Zusammenarbeit mit Historiker Georg Strasser. Pfeile weisen auf wichtige Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten hin und ein Stadtplan mit einer durch Solarstrom gespeisten LED-Beleuchtung hilft bei der Orientierung.

Kreuzlingen blau, Konstanz rot

Die Tafeln werden gleich aussehen wie jene 29, die schon in Konstanz stehen. Der rote Balken oben, wird in Kreuzlingen einfach ein blauer sein. «Es ist ein sehr gut durchdachtes System. Wir müssen nicht alles neu erfinden», erklärt Netzle, warum man bei der Nachbarstadt abschaut. Das Konstanzer Büro Raumwerk erarbeitete das Design, welches nun von Kreuzlingen übernommen wird. «Hergestellt und installiert werden die Stelen aber von Kreuzlinger Firmen», ergänzt Netzle. Es sind Metallkonstruktionen und sie stehen auf einem Granitsockel.

100 000 Franken ins Budget

Etwa 100 000 Franken wird die Stadt Kreuzlingen für das Fussgänger-Leitsystem ins Budget 2014 nehmen. Wird dieses genehmigt, will man es 2014 auch realisieren. «Dass wir das gleiche System wie Konstanz haben, bringt auch den Vorteil, dass uns die Gäste als eine Agglomeration wahrnehmen und nicht etwa an der Grenze einfach aufhört.» Und man habe dadurch auch die Möglichkeit, grenzüberschreitend aufeinander zu verweisen. «Auf den Konstanzer Stelen wird heute bereits mit Pfeilen nach Kreuzlingen gezeigt», sagt der Stadtammann.

Auf die Frage, ob der Bedarf für die Anschaffung eines Fussgänger-Leitsystems denn ausgewiesen sei, antwortet Andreas Netzle: «Wir erleichtern unseren Besuchern und Neuzuzügern, dass sie sich hier zurechtfinden. Und wir haben natürlich auch die Gelegenheit, auf unsere Attraktionen und Sehenswürdigkeiten hinzuweisen.»

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