Für die dritte und letzte Legislatur

Der Märstetter Gemeindeammann Jürg Schumacher (BDP) will am 30. November wiedergewählt werden. Er sieht sich und den Gemeinderat auf dem richtigen Kurs und verteidigt seine Arbeit nach Kritik des Gegenkandidaten Bruno Braun.

Mario Testa
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Jürg Schumacher im Sitzungszimmer des Gemeindehauses von Märstetten. Der BDP-Politiker kandidiert für eine weitere Legislatur als Gemeindeammann. (Bild: Mario Testa)

Jürg Schumacher im Sitzungszimmer des Gemeindehauses von Märstetten. Der BDP-Politiker kandidiert für eine weitere Legislatur als Gemeindeammann. (Bild: Mario Testa)

Jürg Schumacher, wollen Sie Gemeindeammann von Märstetten bleiben?

Jürg Schumacher: Ja, selbstverständlich. Mein Ziel war es schon vor acht Jahren, den Ort, in dem ich aufgewachsen bin, noch lebenswerter zu machen. Daran hat sich nichts geändert.

Was schätzen Sie an Ihrer Arbeit?

Schumacher: Dass ich die Zukunft unserer Dörfer mitgestalten kann. Und die konstruktiven, oft auch kontroversen Diskussionen im Gemeinderat und mit der Bevölkerung.

Und was ärgert Sie an Ihrem Amt?

Schumacher: Wenn auf den Mann gespielt wird, damit habe ich grosse Mühe. Man soll sich nicht erhöhen, indem man andere schlechtmacht.

Sie seien ein Alleinherrscher, kritisiert Ihr Gegenkandidat Bruno Braun. Stimmt dieser Vorwurf?

Schumacher: Nein, das ginge gar nicht. Alle Entscheide fällt der Gemeinderat als Kollegialbehörde. Nur bei einem Stichentscheid, zählt meine Stimme doppelt. Die Vorwürfe sind absolut haltlos. ich habe mein Amt nie missbraucht und wüsste auch nicht, mit welcher Absicht.

Trotzdem gibt es Bürger, die mit Ihrer Arbeit nicht zufrieden sind.

Schumacher: Das liegt in der Natur der Sache. Schliesslich hat der Gemeinderat einen gesetzlichen Auftrag zu erfüllen. Die Regeln stehen schwarz auf weiss niedergeschrieben in der Gemeindeordnung und anderen Reglementen. Dass die Entscheide dann nicht immer alle gut finden, ist klar. Das ist menschlich, und doch irritiert mich manchmal das mangelnde Demokratieverständnis einiger Kritiker.

Sind Sie zufrieden mit dem bisher Erreichten als Gemeindeammann?

Schumacher: Ja. Ich habe fast alle meine Legislaturziele erreicht und der Gemeinderat hat in all den Jahren 98 Prozent meiner fast 900 Anträge gutgeheissen.

Welche Ziele möchten Sie in den kommenden Jahren erreichen?

Schumacher: Umweltschutz ist mir ein grosses Anliegen. In Märstetten sind wir mit der Solaranlage auf der Weitsicht und dem Werkhof, der Förderung von Heckenpflanzungen und Anti-Littering-Massnahmen auf gutem Weg. Dazu steht die Umsetzung des Energiekonzepts an. Auch ein neues Verkehrskonzept für die Bahnhofstrasse ist in Arbeit – sie soll sicherer werden für all die Kinder, die dort täglich entlanggehen. Dazu kommt der anhaltende Bauboom.

Fühlen Sie sich getragen von Ihren Mitarbeitern im Gemeindehaus?

Schumacher: Sehr. Dass die Fluktuation in Märstetten besonders hoch sei und das an mir liege, stimmt zumindest mehrheitlich nicht. Vier Mitarbeiter nutzten eine berufliche Aufstiegschance oder machten Weiterbildungen. Daneben gab es Wechsel wegen Mutterschaft oder Pensionierungen. Einzelne orientierten sich beruflich komplett neu.

Sie sind 57 Jahre alt. Jung genug für noch zwei Legislaturen bis zur Pensionierung. Ist das Ihr Ziel?

Schumacher: Nein. Sollte ich wiedergewählt werden, will ich – wie bereits 2007 angekündigt – nur noch eine Legislatur machen, alle pendenten Projekte abschliessen und die nächste Ortsplanung aufgleisen.

Weshalb sollten Sie die Märstetter im Amt bestätigen?

Schumacher: Ich setze mich uneigennützig für das Wohl aller Einwohner und eine lebenswerte Zukunft der Gemeinde ein.

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