Fünf lustige Vögel pfeifen auf das Alter

weinfelden. Volles Haus im «Frohsinn» in Weinfelden: Die Galgevögel rund um Hansjörg Enz gaben ein Konzert mit Liedern rund ums Älterwerden.

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Bis in den hintersten Winkel war der «Frohsinn» am Freitagabend gefüllt. An die 90 Besucher waren zum Auftritt der Galgevögel gekommen. Die fünf Musiker hatten ihre neuste CD mit dem Titel «Älter werde» mitgebracht. Doch alt, das sind die Galgevögel noch lange nicht.

Erfrischend jugendlich

Hansjörg Enz, das Urgestein der fünfköpfigen Band, verbreitete Schwung und Dynamik. Und auch das andere Gründungsmitglied von 1975, Andreas Rüber an der Gitarre, wirkte trotz angegrauter Schläfen und Bartstoppeln erfrischend jugendlich. Auch der jüngere Rest des Quintetts – Rolf Stiefel (Keyboard, Gesang), Jürg Lanfranconi (Congas, Perkussion), Werner Straub (E-Bass) – trug das Seine zu einem gelungenen Konzert bei.

Zu Beginn des Abends präsentierten die lustigen Vögel Lieder, die sich einerseits damit beschäftigen, mal alles ganz anders zu machen und alte Trampelpfade zu verlassen. Oder sie erinnerten mit der Chatze-Villa an ein älteres Haus in Weinfelden, älteren Bewohnern wohl noch bekannt.

Honig mit Drehleier

In einem weiteren Stück stellte Hansjörg Enz fest, dass die Angebetete wie Waldmeisterhonig auf ihn wirke. Dazu hatte er seine berühmte uralte Drehleier aktiviert und gab damit fast schon mittelalterliche Klänge von sich. Getreu dem Konzertmotto schickten die fünf Musiker ihre Zuhörerschaft immer wieder in die Vergangenheit zurück. So kam unter anderem auch der damals typische Hans-Möckel-Groove bei Radio Beromünster in «Ohni Kafi» zu neuen Ehren.

Nach gut zwei Stunden breiteten die Galgevögel ihre Flügel aus, hoben ab und entflogen. Das Publikum quittierte den Auftritt mit langem Applaus. (ab)

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