Frühaufsteher in Festlaune

ROMANSHORN. Gestern ab 7 Uhr morgen übertrugen Radio DRS und SWR 4 das Hafenkonzert aus Romanshorn. Die rund 400 Besucher im Festzelt klatschten, sangen und schunkelten vom ersten Ton an. Nur für einen war die frühe Party etwas ungewohnt.

Markus Schoch
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Im Gespräch: Gemeindeammann David H. Bon und Schlagersängerin Marianne Cathomen beim Auftritt von Die Schäfer.

Im Gespräch: Gemeindeammann David H. Bon und Schlagersängerin Marianne Cathomen beim Auftritt von Die Schäfer.

Romanshorn. Als die Stimmung ihren Höhepunkt erreicht, sind die Mikrophone der Radiomacher bereits ausgeschaltet. Doch das kümmert niemanden im Festzelt. «Hey baby, küss mich noch mal», singt Marianne Cathomen, und kaum jemand hält es noch auf den Festbänken. Die rund 400 Volksmusikliebhaber stehen und schwenken ihre Arme in der Höhe. Dabei zeigt die Uhr erst kurz nach 9 Uhr.

Das Publikum ist bereits zwei Stunden vorher hellwach, als die 666. Ausgabe des Hafenkonzertes aus Romanshorn auf Sendung geht. Cathomen, die Habsburger Musikanten, Glüehwürm und Original 2412 sowie die Schäfer haben leichtes Spiel. Die Besucher klatschen schon nach wenigen Minuten mit. «Es ist richtig schön hier», freut sich Cathomen.

«Es ist hart»

Für Gemeindeammann David H. Bon ist die frühe Party allerdings etwas gewöhnungsbedürftig, wie er Moderator Jörg Stoller gesteht. Als dieser wissen will, was denn in seiner bisherigen Amtszeit der «grösste Brocken» gewesen sei, antwortet Bon zur Erheiterung der Besucher: «Heute so früh fürs Hafenkonzert aus dem Bett zu steigen».

Auch für die Musiker sei es nicht leicht, bereits um 7 Uhr auf der Bühne zu stehen, bekennt Cathomen. «Es ist hart.» Aber sie geniesse es trotzdem. «Beim Hafenkonzert ist man wie in einer Familie.»

Kurze Nacht

Eine besonders kurze Nacht haben Glüehwürm und Original 2414 aus dem Berner Oberland. Sie seien bereits um Mitternacht losgefahren, um rechtzeitig am Bodensee zu sein, sagt Daniel Bieri.

Die Familienkapelle wirkt aber alles andere als müde. «Wir sind eine richtige <Biomusik> – und machen sogar die Fehler selber», scherzt Bieri zu früher Stunde.

In Stimmung: Die Besucher feiern trotz der frühen Tageszeit im vollen Romanshorner Festzelt. (Bilder: Markus Schoch)

In Stimmung: Die Besucher feiern trotz der frühen Tageszeit im vollen Romanshorner Festzelt. (Bilder: Markus Schoch)

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