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Frivoles im Holzzuber

Vier Nachtwächter reisen am Freitag ins Turbenthal und suchen noch interessierte Mitreisende.

Bischofszell und das Gyrenbad ob Turbenthal haben eines gemeinsam: In beiden Örtlichkeiten badeten die Menschen im späten Mittelalter in Holzzubern, manchmal den ganzen Tag im gleichen Wasser. Weil in den Bädern nicht immer alles den Vorstellungen von Sitte und Ordnung gemäss vor sich ging, liess man in Bischofszell die Nachtwächter ausrücken. So auch an jenem Abend, als die Nachtwächter wegen Nachtruhestörung ins Bitzibad gerufen wurden, weil sich nachts um drei Uhr singende Badegäste noch immer in den Badekleidern in der Wirtsstube befanden. Auch, weil Lieder gesungen wurden, die nicht über alle Zweifel erhaben waren.

Im Gyrenbad erstellte man 1603 Baderegeln. Diese galt es einzuhalten, oder man wurde von den Aufsichtspersonen aufgefordert, eine Busse zu entrichten. Jedermann hatte sich ruhig zu verhalten, wenn gesungen und gebetet wurde. Es durfte keiner befragt werden, welcher Religion er angehöre. Waffen wie Gewehr und Säbel durften nicht ins Bad mitgenommen werden. Ungestümes Herumtreiben und Betteln bei und um die Gemächer mit unverschämtem Hineinschauen durch die Badefenster sei zu unterlassen!

Nun werden die Bischofszeller Nachtwächter zu Hilfe gerufen. Mit der Erlaubnis der Obrigkeit von Bischofszell reisen vier Nachtwächter am Freitag, 21. Oktober, am frühen Abend ins Turbenthal zum Gyrenbad, um nach dem Rechten zu sehen.

Sollte jemand den Einsatz der Nachtwächter vor Ort mitverfolgen wollen, so melde er sich beim Zunftmeister. (red.)

www.nachtwaechter.ch

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