Frischzellenkur für weitere 20 Jahre

Die Detailplanung zur Sanierung des Werkhofs Bürglen ist abgeschlossen. Der Gemeinderat legt den Stimmbürgern an der Versammlung am 30. November einen Investitionskredit über 2,7 Millionen Franken vor. Nächste Woche führt er einen Informationsanlass durch.

Hannelore Bruderer
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Architekt Guido Santschi und Gemeindepräsident Erich Baumann besprechen die Pläne zur Sanierung des Werkhofs Bürglen. (Bild: Hannelore Bruderer)

Architekt Guido Santschi und Gemeindepräsident Erich Baumann besprechen die Pläne zur Sanierung des Werkhofs Bürglen. (Bild: Hannelore Bruderer)

BÜRGLEN. Der Werkhof in Bürglen hat eine Sanierung dringend nötig. «Wir sind im Handlungszwang, hinausschieben ändert nichts an der Situation», sagt Erich Baumann. Für die Sanierung des Gebäudes beantragt der Gemeinderat einen Baukredit von 2,7 Millionen Franken von den Stimmbürgern, an der Versammlung vom 30. November wird darüber entschieden.

«Es wird immer vom Werkhof gesprochen, das Gebäude muss aber einen Dreifachnutzen erfüllen», betont Architekt Guido Santschi, der die Sanierungsplanung erarbeitet hat. Die Liegenschaft dient als militärische Truppenunterkunft, ist Arbeitsplatz des Werkhofteams, und der Saal im Obergeschoss wird ausserhalb der militärischen Belegungen von Vereinen genutzt.

Ein 40 Jahre altes Gebäude

Gebaut wurde der Werkhof Bürglen in den Jahren 1975/ 1976. Einzelne Bereiche sind zwischenzeitlich erneuert worden, wie im Jahr 2010 die Militärküche. Der Grossteil des Gebäudes präsentiert sich jedoch wie im Entstehungsjahr. Nachdem erste Abklärungen ergeben haben, dass ein Neubau ab Kellerdecke rund eineinhalb Mal bis doppelt so viel kosten würde als eine Sanierung der bestehenden Liegenschaft, hat sich die Baukommission auf diese Variante konzentriert. Mehr als die Hälfte der veranschlagten Summe ist für die Instandhaltung und energetische Verbesserung des Gebäudes und die Dachsanierung vorgesehen, der Rest fliesst in die Optimierung des Werkhofbetriebs und der Saalnutzung.

Ein Energiekonzept zeigt auf, welche nachhaltigen Verbesserungen gemacht werden können. Im Zug der Sanierung umgesetzt wird zum Beispiel die Dämmung der Gebäudehülle. Für Installationen, die noch nicht saniert werden müssen, sowie für optionale Installationen wird das Gebäude im Zug der Sanierung so vorbereitet, dass eine spätere Realisation ohne Schwierigkeiten erfolgen kann. Dazu zählen der Ersatz der Heizung oder eine Photovoltaikanlage auf dem Dach.

Optimierungen beim Saal

Die neue Raumaufteilung sieht vor, dass die beheizten Arbeitsbereiche des Werkhofs an der Front zur Bahnhofstrasse plaziert werden und die unbeheizten, aber frostsicheren Lager- und Einstellräume an der Südfront. Mit einer leichten Vergrösserung, einer Optimierung beim Eingangsbereich und den sanitären Anlagen wird der Saal im Obergeschoss so aufgewertet, dass er die Bedürfnisse des Militärs und der Vereine abdeckt.

Durch die Ersatzmassnahmen bei Toren, Verglasung oder Vordächern erhält die Liegenschaft ein neues Aussehen. Von aussen am auffälligsten ist der Rückbau des schweren Eternitdaches und der Anbau des Büros des Werkhofchefs an der südwestlichen Ecke. «Mit der geplanten Sanierung verlängern wir die Lebensdauer des Werkhofgebäudes um mindestens 20 Jahre und schaffen für unsere Mitarbeitenden zeitgemässe Arbeitsplätze», sagt Erich Baumann.

Information zur Sanierung Werkhof Bürglen: Donnerstag, 5. November, 20 Uhr, Werkhof Bürglen