Frischer Gesang aus dem Thurgau

WEINFELDEN. Der neue Thurgauer Jugendchor begeisterte am Samstagabend mit seinem ersten Konzert im Weinfelder Rathaus. Leiterin Manuela Eichenlaub und 15 junge Sängerinnen und Sänger hatten sich während vier Tagen darauf vorbereitet.

Manuela Olgiati
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Die Sängerinnen und Sänger des Thurgauer Jugendchors zeigen am Konzert im Rathaussaal auch eine Bodypercussion-Show. (Bild: Manuela Olgiati)

Die Sängerinnen und Sänger des Thurgauer Jugendchors zeigen am Konzert im Rathaussaal auch eine Bodypercussion-Show. (Bild: Manuela Olgiati)

Der Start mit dem ersten Konzert am Samstagabend im Rathaussaal ist schwungvoll geglückt. Elf junge Frauen und vier junge Männer bilden die erste Formation des neugegründeten Thurgauer Jugendchores. «Einige singen bereits im Kammerchor», sagt die Dirigentin Manuela Eichenlaub. Sie lobt die Stimmenverteilung, auch unter den Solisten im Musical «Les Misérables».

Intensive und schöne Woche

Mit einem abwechslungsreichen Programm geht es für das altersdurchmischte Publikum weiter. «In nur vier Probetagen hat der Chor sich zu einem Klangkörper formen müssen», sagt Solistin Janine Wirz. Die Zeit sei zwar intensiv, aber dass es ihr, den Kolleginnen und Kollegen viel Spass bereitet, spürt der Besucher. Der Saal ist gut gefüllt mit Konzertbesuchern, die geniessen und verzückt mit einem Lächeln auf den Lippen den klaren Stimmen lauschen. Manche nicken sich zu nach dem Konzert mit der Bemerkung: «Eine herausragende Leistung.»

Das Repertoire des Chors ist gross und reicht von Pop mit Stings «Fields of Gold» zu bekannten Schweizer Volksliedern, wie etwa das «Isch mer alles eis Ding». Es rief wohl auch mit dem Lied über die tannigen Hosen Erinnerungen beim Publikum hervor. Die klassischen Melodien spielten zur Literatur von Komponist Thomas Morley auf einem recht hohen Niveau. Pianistin Elisabeth Tanner begleitet den Chor zu Mozarts «Kegelstatt-Trio» am Flügel.

Kurzweilig und bewegt

Die jungen Sängerinnen und Sänger an die Musik der verschiedenen Jahrhunderte und Epochen heranzuführen, sei ihr wichtig, sagt die Dirigentin. Natürlich geht es beim ersten Konzert nicht nur um den Gesang, auch die choreographischen Einlagen werden entsprechend in Szene gesetzt. Einmal verteilt sich der Chor im Raum oder im hinteren Teil des Saales, aufgelockert und höchst amüsant ist die Body-Percussion. Am Sonntag gab der Chor auch noch sein zweites Konzert in Frauenfeld.

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