Freundlich aufgenommen

Das APH Eppishausen konnte zwei Anlässe feiern: Das fünfzigjährige Bestehen der Bonitas-Dei-Schwestern und deren Ablösung durch die Familie Mariens.

Hugo Berger
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Ablösung: Junge Kräfte lösen die betagten Schwestern ab. (Bild: Hugo Berger)

Ablösung: Junge Kräfte lösen die betagten Schwestern ab. (Bild: Hugo Berger)

erlen. 1961 haben 33 Bonitas-Dei-Schwestern ihre Arbeit im Alters- und Pflegeheim Schloss Eppishausen aufgenommen. Dies mit dem Ziel, den alten oder kranken Menschen spirituelle und psychosoziale Hilfe zu leisten. Da keine neuen Kräfte hinzukamen – heute sind es noch fünf Schwestern –, hat sich die Glaubensgemeinschaft in den vergangenen Jahren nach einer Nachfolge umgesehen. Vor einiger Zeit sind sie mit der Familie Mariens fündig geworden. Nach einem Probejahr fand im feierlichen Rahmen die Ablösung statt.

Drei Schwestern und ein Priester dieser Vereinigung führen die seelsorgerische Arbeit fort. Die betagten Bonitas-Dei-Schwestern, die gleichzeitig auf den fünfzigsten Jahrestag ihrer Gründung zurückblicken können, bleiben im Schloss wohnen.

Der Einzug der katholischen Gemeinschaft ins Schloss Eppishausen vor 50 Jahren habe in Erlen bei vielen Bewohnern Misstrauen geweckt, blickte Heimarzt Markus Oettli zurück.

Nach der langen Vorarbeit der Bonitas-Dei-Schwestern aber habe man die Familie Mariens mit offenen Armen aufgenommen. Dass nun eine neue, junge, weisse Gruppe hier einziehe und das Alte, wenn vielleicht auch in veränderter Form, weiterführt, erwecke Freude und Erwartungen, sagte Oettli und fügte bei: «Wir Erler hoffen, dass die Verbundenheit zwischen den Schwestern im Schloss und der Bevölkerung bestehen bleibt oder vielmehr noch zunimmt.»

Die Mitglieder der Familie Mariens fühlten sich wohl im Schloss Eppishausen. «Der Umgang zwischen den schwarzen und den weissen Schwestern, wie mancher sie nennt, ist froh und harmonisch», sagte Remi Kaufmann, Präsident der Betriebskommission.