Freude am Unscheinbaren

Rund 250 Gebäcke standen beim Neujahrsapéro bereit. Die Romanshorner genossen den gemeinsamen Jahresbeginn – und hörten launige Worte mit einem Schuss Lebensphilosophie.

Daniel Walt
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Angeregte Gespräche: Der Neujahrsapéro bot Gelegenheit zum Austausch – und einem herzhaften Schluck. (Bilder: Daniel Walt)

Angeregte Gespräche: Der Neujahrsapéro bot Gelegenheit zum Austausch – und einem herzhaften Schluck. (Bilder: Daniel Walt)

«Geschätzte Romanshornerinnen und Romanshorner, geschätzter Salmsacher!» Auf träfe Art begrüsste Sekundarschulpräsident Gustav Saxer über 100 Besucher zum Neujahrsapéro in der Reckholdern-Aula. Erklärend fügte er an, zumindest einen Salmsacher habe er nämlich gesehen.

Süssmost statt Apfelsaft

Zum zweiten Mal hatten die Gemeinde sowie die beiden Schulen zu einer Neujahrsbegrüssung geladen – sie läutet das neue Jahr zusätzlich zu den Fackeln auf dem Schlossberg ein. Die Federführung oblag dieses Mal der Sek.

Bewirtet wurden die Gäste von der Bäckerei Strassmann. Rosemarie Gartenmann, Lebenspartnerin des Inhabers: «Wir haben uns auf 150 bis 200 Besucher vorbereitet.» Neben Gipfeli und Grittibänzen standen auch Laugengipfeli oder Grahambrote bereit. Dazu kamen Kaffee, Tee, Mineralwasser, Punsch – und Süssmost. «Wir sind im Thurgau, bei unseren Apéros gibt es ausser auf speziellen Wunsch hin keinen Orangensaft, sondern Süssmost», so Rosemarie Gartenmann.

Rückblick mit Schlagzeilen

Zu Beginn seiner Ansprache scherzte Gustav Saxer: «Wir haben Sie zwar zu diesem Anlass eingeladen – aber Sie haben letztlich alles selbst bezahlt ...» Ob Steuerzahler, politisch Tätige oder in der Freiwilligenarbeit Engagierte: Jeder hier drin habe im vergangenen Jahr zum Leben in Romanshorn beigetragen, lobte Gustav Saxer.

Seinen Rückblick aufs vergangene Jahr hielt er auf spezielle Art ab: Er projizierte Zeitungsartikel auf eine Leinwand und liess die Themen des Jahres so Revue passieren. Die Hafenausbaggerung war ebenso darunter wie der Kauf des «Bodan» durch die Gemeinde, die verlängerte Hofstrasse, die Auto-Erlebniswelt im Tanklager oder das neu gestaltete Museum.

Das halbvolle Glas

«Beim Wechsel ins neue Jahrtausend hatten viele das Gefühl, die Welt gehe unter», blickte Gustav Saxer zurück. Die Menschheit habe das Ganze aber schadlos überstanden. «Auf uns warten auch im neuen Jahr viele Herausforderungen – wir werden sie gemeinsam meistern», sagte Saxer mit Verweis darauf, es sei wichtig, auch den vermeintlich kleinen Dingen wie dem Erwachen der Natur oder dem Zwitschern der Vögel Beachtung zu schenken. «Wenn wir das tun, werden wir nämlich feststellen, dass das Glas halbvoll ist und nicht halbleer.»

Worüber sie sich unterhielten? Wir verraten es nicht – Ehrensache!

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Primarschule trifft Sek: Hanspeter Heeb und Sibylle Hug.

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