Freie Sicht auf die Ruine Last

SCHÖNENBERG. Noch sieht es unterhalb der Ruine Last kahl aus, aber schon in zwei, drei Jahren wird die Wunde des Kahlschlages überwachsen sein.

Hugo Berger
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Ein Wahrzeichen der Gemeinde, die Ruine Last, ist von Schönenberg aus wieder zu sehen. (Bild: Hugo Berger)

Ein Wahrzeichen der Gemeinde, die Ruine Last, ist von Schönenberg aus wieder zu sehen. (Bild: Hugo Berger)

SCHÖNENBERG. Noch sieht es unterhalb der Ruine Last kahl aus, aber schon in zwei, drei Jahren wird die Wunde des Kahlschlages überwachsen sein. Die Verjüngung des Waldstücks ist nach den Worten von Revierförster Peter Plüer sowohl aus Sicht der Waldpflege als auch aus Sicherheitsgründen dringend nötig gewesen. «In diesem Waldstück gab es etliche dürre Ulmen und viel Käferholz. Ausserdem war der Wanderweg durch umstürzendes Holz gefährdet.» Deshalb habe man mit dem Waldbesitzer eine Lösung gesucht und nun eine «Naturverjüngung» vorgenommen.

Das Abholzen hat für Werner Frischknecht, Präsident der Genossenschaft zur Erhaltung der Ruinen Last und Heuberg, einen angenehmen Nebeneffekt: Man hat jetzt ungehinderte Sicht auf die Ruine. «Die Leute freuen sich darüber, dass man die Ruine wieder sieht. Ich habe bisher nur positive Reaktionen gehört», freut sich Frischknecht. Den freien Blick auf das historische Bauwerk können die Bewohner von Schönenberg nun mindestens 15 Jahre lang geniessen. Denn so lange wird es dauern, bis der Wald hochgewachsen ist und die Ruine wieder in ihr Schattendasein zurückdrängt. Eine Neupflanzung ist laut Plüer nicht nötig, denn die Natur regle sich selbst. Pflanzen, die einen guten Standort fänden, setzten sich durch.

Von 1973 bis 1983 wurde die Ruine von freiwilligen Helferinnen und Helfern in Zusammenarbeit mit dem Amt für Archäologie in insgesamt 12 800 Stunden gesichert und instand gestellt. «Jetzt befindet sie sich in gutem Zustand. Auszuführen sind derzeit nur die normalen Unterhaltsarbeiten», erklärt Frischknecht. Ziel sei nicht nur der Erhalt der Ruine, sondern man wolle auch ein attraktives Freizeitangebot anbieten. Rege benutzt werden die Feuerstelle und der Ruinenweg, der heute ein über die Kantonsgrenze hinaus bekannter und beliebter Wanderweg ist. Auch finden auf dem Gelände regelmässig Lager von Jungscharen, Pfadfindern und Schulklassen statt.