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FREIDORF: Mit der Würze im Alltag

Der einstige Franziskanermönch Beno Kehl sprach vor 220 Bäuerinnen. «Nur wer sich selbst liebt, kann von den anderen richtig geschätzt werden», riet er.
Christof Lampart
Beno Kehl sprach den Bäuerinnen Mut zur Hingabe zu. (Bild: Christof Lampart)

Beno Kehl sprach den Bäuerinnen Mut zur Hingabe zu. (Bild: Christof Lampart)

Über 220 Bäuerinnen fanden am Mittwochnachmittag den Weg in die Mehrzweckhalle Freidorf, wohin der Bäuerinnenverein Berg SG/Freidorf zur jährlichen Bäuerinnen-Tagung der Region eingeladen hatte. Das Motto des Events lautete: «Mit der Würze im Alltag».

«Mache alles aus Hingabe»

Dieses nahm denn auch Beno Kehl in seinem Referat, das programmmässig den Höhepunkt des Nachmittags darstellte, geschickt auf: «Der Tag schmeckt so, wie ich ihn am Morgen würze», erklärte der ehemalige Franziskanermönch und heute glücklich verheiratete Papi zweier Kinder.

Wer nach dem Aufstehen zufrieden mit sich in den Spiegel blicke, habe einen guten Start. «Nur wer sich selbst liebt, kann von den anderen richtig geschätzt werden», sagte Kehl. Anhand seiner eigenen Geschichte liess Kehl das Publikum an seiner persönlichen «Gewürzmischung im Leben» teilhaben. Er lernte einst Schreiner, trat dann in den Franziskanerorden ein, wo er zwanzig Jahre glücklich verweilte, bis er sich verliebte, vor acht Jahren austrat und heiratete. Für ihn sei es wichtig, dass bei allem, was man tue, nicht das Was, sondern das Wie entscheidend sei. «Wenn du etwas mit Hingabe machst, dann wird durch diese Würze jeder Alltag zum Zauber». Auch dürfe das Leben nicht in Routine erstarren, wenn man es geniessen wolle. «Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn man immer alles ganz gleich macht.» Beim Eintritt ins Kloster habe er gewusst, «dass ich für diesen Moment am richtigen Ort bin, aber nicht fürs ganze Leben».

Dem Geheimnis Gottes auf der Spur

Eines der «kostbarsten Gewürze» sei es für ihn gewesen, in der Gemeinschaft «die Spuren des Geheimnis Gottes zu suchen». Dies beinhalte nicht nur der Umgang mit Menschen, sondern mit der ganzen Schöpfung. «Wenn Sie mit Tieren oder Bäumen wie mit Brüdern reden, dann führt das zu einem ganz anderen Naturverständnis, dessen Würze etwas Heilendes an sich hat.»

Christof Lampart

arbon@thurgauerzeitung.ch

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