Frei: «Weiss nicht, wie es weitergeht»

Wie ist die Stimmungslage bei Gemeindeammann Markus Frei mit etwas Abstand nach der denkwürdigen Gemeindeversammlung vom Montagabend? «Ich fühle mich gut, bin aber teils schon enttäuscht.

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Wie ist die Stimmungslage bei Gemeindeammann Markus Frei mit etwas Abstand nach der denkwürdigen Gemeindeversammlung vom Montagabend? «Ich fühle mich gut, bin aber teils schon enttäuscht. Wir gaben uns die grösste Mühe, sachlich zu informieren, aber viele Leute kamen mit einer vorgefassten Meinung», hält er fest. Von dieser seien sie dann auch im Lauf der Versammlung nicht mehr abgerückt, bedauert Frei.

«Freue mich auf Revision»

War Markus Frei vom Grossaufmarsch der Kritiker überrascht? «Wilfried Häberlin und seine Sympathisanten waren in einer extremen Überzahl. Wir unsererseits hatten im Vorfeld nichts unternommen – aber das ist Demokratie», so der Gemeindeammann, der bekundet, auch in diesen schweren Tagen Freude an seiner Arbeit zu haben. «Ich freue mich auf die Revision der Revision, dann ist der Knatsch nämlich erledigt», hält er fest. Zum Thema Misstrauen gegenüber seiner Person und der Mehrheit des Gemeinderates sagt Frei, dieses sei gezielt geschürt worden. Ein Rücktritt seinerseits sei momentan kein Thema – «sicher nicht, bis diese Sache aus der Welt geschafft ist», so der Gemeindeammann. Und wie soll die weitere Zusammenarbeit im Gemeinderat unter den aktuellen Umständen aussehen? «Ich weiss nicht, was kommt und wie es diesbezüglich weitergehen wird», bekundet Frei.

Häberlin: «Stolz auf Bürger»

Gemeinderat Wilfried Häberlin, der mit seinem Schreiben den Stein ins Rollen gebracht hatte, fühlt sich noch besser als vor der Versammlung. «Ich bin stolz auf unsere Bürger, die meine Botschaft verstanden haben und sachlich geblieben sind», so Häberlin. Von der Unterstützung sei er überwältigt, und die Beschlüsse seien ganz in seinem Sinn ausgefallen. Auf die Frage nach der weiteren Zusammenarbeit im Gemeinderat sagt er: «Mit Händeschütteln ist es im Moment nichts mehr. Wir sind aber alle gewählt und müssen sachlich weiterarbeiten.» (dwa)

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