Frauenpower in Wigoltingen

In der Politischen Gemeinde Wigoltingen zeichnet sich nach den gestrigen Wahlen in das Gemeindeammannamt und den Gemeinderat ein Neubeginn ab, und was für einer! Auf Anhieb wurden in die bisher von Männern dominierten Gremien zwei Frauen gewählt, und erst noch mit deutlichen Resultaten.

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In der Politischen Gemeinde Wigoltingen zeichnet sich nach den gestrigen Wahlen in das Gemeindeammannamt und den Gemeinderat ein Neubeginn ab, und was für einer! Auf Anhieb wurden in die bisher von Männern dominierten Gremien zwei Frauen gewählt, und erst noch mit deutlichen Resultaten. Frau Gemeindeammann Sonja Wiesmann Schätzle liess mit ihren 522 Stimmen ihren Mitbewerber um das Gemeindeammannamt, Rainer Hugener, deutlich hinter sich zurück. Mit 186 Stimmen hat Hugener nicht einmal das absolute Mehr von 434 Stimmen erreicht. Und im Gemeinderat schaffte es Ingrid Bissegger, die nicht auf der Namenliste stand, weil sie erst spät kandidiert hatte, auf Anhieb auf Platz 2 aller sechs Gewählten.

Es ist ja nicht so, dass Frauen anders politisieren als Männer, aber die Frauen tun es mit anderen Erfahrungen. Das heisst aber nicht, dass der neu zusammengesetzte Rat eine Wohlfühlbehörde wäre. Die beiden Frauen haben in der Vergangenheit genügend bewiesen, dass sie sich durchsetzen können.

Klare Resultate, wie sie gestern Sonntag in Wigoltingen entstanden sind, sind immer zu begrüssen. Sonja Wiesmann Schätzle erleichtert es den Start als Frau Gemeindeammann von Wigoltingen. Sie kann sich darauf verlassen, dass eine Mehrheit der Bevölkerung hinter ihr steht. Mit der hohen Stimmbeteiligung von 65 Prozent haben die Wigoltinger bewiesen, dass ihnen ihre Gemeinde nicht gleichgültig ist. Gut für das Dorf, dass bereits im ersten Wahlgang alles geklärt werden konnte. Esther Simon