Franz Feldmann geht in Pension

Die Katholische Kirchgemeinde Weinfelden hat am Sonntag ihren Kirchenchorleiter verabschiedet. Nach 45 Jahren legt er den Taktstock nieder.

Christof Lampart
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Ein blumengeschmückter Dirigentenstab: Kirchenpräsident Markus Meier überreicht Franz Feldmann das Abschiedsgeschenk. (Bild: Christof Lampart)

Ein blumengeschmückter Dirigentenstab: Kirchenpräsident Markus Meier überreicht Franz Feldmann das Abschiedsgeschenk. (Bild: Christof Lampart)

weinfelden. Nachdem die Gläubigen das Patronatsfest des Heiligen Johannes des Täufers im Gottesdienst begangen hatten, bot der Präsident der Vorsteherschaft von Katholisch Weinfelden, Markus Meier, den Dirigenten des Kirchenchors, Franz Feldmann, nach vorne. Mit Feldmann hätte auch die seit 35 Jahren als Katechetin amtende Ruth Lanter nach vorne schreiten sollen, doch habe dies die bescheidene Frau im Vorfeld abgelehnt, erklärte Meier.

«Ein toller Pfarrer»

Dem Musiker Franz Feldmann, der im April 1966 als 25-Jähriger sein Amt bei der katholischen Kirchgemeinde Weinfelden angetreten hatte, war anzumerken, dass er gleichermassen befangen wie gerührt war, als er so da vorne stand und die Lobesworte empfangen durfte.

Doch als Franz Feldmann dann selbst das Mikrofon ergriff, blitzten in seinen Worten der subtile Humor und die feine Dankbarkeit auf; Eigenschaften, die ihn auszeichnen. Er habe einen tollen Pfarrer gehabt, der ihn habe machen lassen, sagte Feldmann. «Wenn ich mit einem Stückvorschlag kam, bekam ich immer wieder nur zu hören: Ja, macht das ruhig. Ich werde dann meine Predigt drum herum anpassen», sprach Feldmann an Pfarrer Theo Scherrer ein Lob aus.

Wunschkandidatin gewählt

Dass er nun nach 45 Jahren in den Ruhestand trete, sei nicht schlecht, ja gewissermassen ein Zeichen der Zeit. «Die Kirche bekommt demnächst einen neuen Pfarrer und einen neuen Organisten, die Kirchenvorsteherschaft hat vor kurzem einen neuen Präsidenten erhalten, da ist es nur recht, wenn auch eine neue Kirchenchorleiterin ihr Amt antritt», brachte Feldmann die Gottesdienstbesucher zum Schmunzeln. Die Weitergabe des Dirigentenstabes falle ihm um so leichter, als er diesen an seine Wunschkandidatin, Manuela Eichenlaub, weiterreichen dürfe. «Ich denke, dass damit eine hervorragende Wahl getroffen wurde.»

«Chor singt ganz anständig»

Ohnehin sei der Zeitpunkt für einen Wechsel im Dirigentenamt gut: «Der Chor hat ein gutes Repertoire, eine gute Altersdurchmischung, und die Sängerinnen und Sänger kommen untereinander gut aus. Und ja, der Chor kann sogar ganz anständig singen», scherzte Franz Feldmann.

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