Franken schadet ganzer Region

Auch der Martini-Apéro in Kreuzlingen kam nicht um das Sorgenkind Franken herum. Daneben waren Unterwäsche und Solarstrom ein Thema.

Kurt Peter
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Referenten und Organisatoren: Claudius Marx, Andreas Sallmann, Wolfgang Herbst, Jürg Kocherhans und AGV-Sekretär Fabian Kapfhamer. (Bild: Kurt Peter)

Referenten und Organisatoren: Claudius Marx, Andreas Sallmann, Wolfgang Herbst, Jürg Kocherhans und AGV-Sekretär Fabian Kapfhamer. (Bild: Kurt Peter)

KREUZLINGEN. Dass der Martini-Apéro bei den Mitgliedern des Arbeitgebervereins Kreuzlingen und Umgebung (AGV) und der Industrie- und Handelskammer Hochrhein-Bodensee (IHK) wichtig ist, wurde am Montag im Dreispitz deutlich. AGV-Präsident Jürg Kocherhans ging in der Begrüssung auf den starken Franken ein. Die Konsumenten warteten vergeblich auf die Weitergabe günstiger Import-Preise, so Kocherhans. Da dürfe sich niemand wundern, wenn die Karte «Patriotismus» nicht steche. Doch er sehe ein Wanken, wenn es um die Hochpreisinsel Schweiz gehe. Der Druck auf die Preise wachse. Momentan sieht Kocherhans die Konstanzer Wirtschaft sich die Hände reiben. «Geerntet wird ennet der Grenze. Dies wird auch im kommenden Jahr so bleiben.»

Region muss sich verbünden

Claudius Marx, Hauptgeschäftsführer der IHK, hob die Rolle des Martini-Apéros hervor. Die «kleine» Welt, die Region, vernetze und verbünde sich an solchen Anlässen gegen die «grosse» Welt. Der starke Franken tue grenzüberschreitend nicht gut, meinte er. Nachhaltig werde die Region nur durch eine prosperierende Wirtschaft gestärkt.

Andreas Sallmann, Inhaber der ISA Bodywear in Amriswil, erläuterte, was es mit «Swissness» auf sich hat. Im Thurgau werde entwickelt, gestrickt, gefärbt und gestanzt. Natürlich sei die Produktion in anderen Ländern günstiger, doch als Vater habe er auch die Verpflichtung, Arbeitsplätze in der Schweiz zu erhalten. Unterwäsche bezeichnete er als «low-interest»-Produkt für eine konservative Kundschaft. Was aber nicht heisse, dass Innovation nicht ankomme, so Sallmann. So sei die Schwinger-Kollektion eine ausgesprochen erfolgreiche Linie. Die nächste «Swissness»-Kollektion, heisse «Alpenschick».

Sonne und Wind zusammen

Auf die Stromerzeugung mit Photovoltaik ging Wolfgang Herbst von der Centrotherm Photovoltaics AG ein. Das Unternehmen hat eine Niederlassung in Konstanz mit 143 Mitarbeitenden. Das Wachstum im Bereich der Photovoltaikanlagen bezeichnete er als ungesättigt. Denn neben dem Kostensenkungspotenzial führe auch die Erhöhung des Wirkungsgrades dazu, dass diese Energie deutlich günstiger werde.

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