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Fragerunde mit Hansjörg Walter

Sekundarschülerinnen und -schüler vom Stacherholz machten sich auf nach Bern und erlebten die Arbeit im Bundeshaus und einige Politiker hautnah. Das Parlament sei dabei nicht als Elite zu betrachten, wie alt Nationalrat Otto Hess verriet.
Hedy Züger
Einen denkwürdigen Tag erlebte die Schülergruppe «Politik» aus dem Stacherholz in Bern. (Bild: Hedy Züger)

Einen denkwürdigen Tag erlebte die Schülergruppe «Politik» aus dem Stacherholz in Bern. (Bild: Hedy Züger)

Seit zehn Jahren erteilt Florian Hämmerle im Stacherholz das Wahlfach Politik. Ein Abstecher nach Frauenfeld an die Session des Grossen Rates sowie ins Arboner Stadtparlament ergänzten bisher die Lektionen über die Funktionsweise von Legislative und Exekutive. Fast jedes Jahr erhielten die jungen «Politiker» sodann Gelegenheit, die Arbeit von National- und Ständerat von den Tribünen aus zu verfolgen. Am Donnerstag bot sich die Chance, dem Bundeshaus in Bern einen Besuch abzustatten.

Spiegel des Volkes

Alt Nationalrat Otto Hess begleitete die insgesamt 45 Personen starke Gruppe im Car und gab eine Schilderung seiner eigenen zwölf Jahre in Bern preis. In Bern sei keine Elite am Werk, meinte Hess. Die gewählten Personen seien als Spiegel des Volkes, das sie wählte, zu betrachten. Manche Anekdote über bekannte politische Köpfe floss mit ein.

Schweizer ohne Hunger

Einige Persönlichkeiten haben bei Otto Hess bleibende Eindrücke hinterlassen. Den früheren Bundesrat Traugott Wahlen lernte er als Gast der Familie schon als kleiner Bub kennen, denn Otto Hess senior war ebenfalls im Nationalrat. Wahlen besuchte damals in Roggwil die Bauernfamilie. Er wurde in den Kriegsjahren durch die Anbauschlacht bekannt; dass jeder Park und jedes Gärtchen zum Kartoffel- oder Maisfeld umgebaut wurde, trug dazu bei, dass das Schweizervolk nie Hunger litt.

Darüber erzählte Otto Hess, bei dem Bundesrat Wahlen seither die persönliche Liste der angesehensten Persönlichkeiten anführt, im Car nach Bern. Er bezog in seinen Rückblick auch bekannte Köpfe wie Christoph Blocher und Ernst Mühlemann ein. Sogar Doris Leuthard erhielt ein verhalten positives Kompliment.

Wie alle Besucher des Bundeshauses hatten sich auch die Sekundarschüler der Sicherheitsprüfung zu unterziehen und den Rucksack zu deponieren.

Nationalrat Hansjörg Walter und Ständerat Hermann Bürgi standen ihnen anschliessend im Fraktionszimmer für eine Fragerunde zur Verfügung. Die beiden Thurgauer Politiker rieten den Schülern, sich für das politische Geschehen auf allen Stufen, Gemeinde, Kanton und Bund zu interessieren.

Besuch aus dem Bundestag

Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes geleiteten die Arboner Besucher zu den Ratstribünen, sobald dort Platz frei wurde. Der Andrang zu den Bühnenplätzen war gross.

Gleichentags wurde vor dem Regierungsgebäude die deutsche Fahne gehisst, weil 100 Bundestagsabgeordnete auf ihren schweren Töffs anreisten.

Der Nationalrat behandelte die Subventionierung von Viehexporten, kommentiert von Bundesrätin Doris Leuthard. Den Voten des Ständerates folgte Bundesrat Moritz Leuenberger. Ihn und Bundesrat Pascale Couchepin sahen die Schüler später im Freien.

Genau hingehört

Auf der Stadtrundfahrt steuerte Sonja Käfer mit der Berner Stadtführerin an Bord den Arboner Bus durch enge Gassen, am Marzilibad vorbei und durch das Mattequartier, das alle paar Jahre vom Hochwasser erreicht wird. Der Zytgloggeturm und das Münster wurden zu Fuss erreicht und besichtigt, die alten Kunstwerke und die reichen Geschichtsdaten waren eindrücklich.

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