Frage nach dem Case-Management

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Kreuzlingen Im Namen der SVP-Fraktion im Gemeinderat hat Irène Herzog eine schriftliche Anfrage eingereicht. Die öffentliche Hand bezahle Millionenbeiträge an die Krankenkassen von Versicherten, welche ihre Prämien und Kostenbeiträge nicht bezahlten, stellt sie einführend fest. Seit 2007 bestehe im Kanton Thurgau ein Datenpool säumiger Prämienzahler. Die Gemeinden – so auch Kreuzlingen – betrieben ein Case-Management, um die Versicherten dazu zu bringen, sich um ihre Verpflichtungen zu kümmern, schreibt die Präsidentin der SVP-Ortspartei.

Steter und sanfter Druck der Stadt

Als Beispiel zieht Herzog Weinfelden heran. Innert Jahresfrist würden hier mehr als 500 Fälle bearbeitet. Potenzielle Verlustscheinforderungen von über einer Million Franken mündeten dank Case-Management in Aufwendungen der Gemeinde von 150000 Franken. Irène Herzog möchte nun vom Kreuzlinger Stadtrat wissen, welche Erfahrungen hier gemacht wurden. Sie fragt, wie viele Personen aufgrund des «steten und sanften Drucks der Stadt» jetzt pro Jahr ohne finanzielles Engagement der Stadt ihre offenen Forderungen bei der Krankenkasse begleichen können. Darüber hinaus will die Gemeinderätin wissen, wie konsequent und wie aktiv in Kreuzlingen das Case-Management durchgeführt werde. Zuletzt fragt Irène Herzog, wie viel Geld die Stadt seit der Einführung des Systems jährlich sparen konnte. (ubr)