Fortissimo bestand Feuertaufe

«Feuer und Flamme» lautete das Motto des Handharmonika-Club Berg, bei dem es nicht nur im musikalischen Sinne ganz heiss zu und her ging.

Christof Lampart
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Mehr als Band denn als Orchester präsentierte sich Fortissimo. (Bild: Christof Lampart)

Mehr als Band denn als Orchester präsentierte sich Fortissimo. (Bild: Christof Lampart)

BERG. Irgendwo brannte immer ein Feuer. Per Knopfdruck entzündet – und wieder gelöscht – brachte es einen romantisch-harmonischen Grundton auf die Bühne der Mehrzweckhalle Berg.

«Da mue me lösche!»

Den Auftakt der Unterhaltung des Handharmonika-Clubs machten die Kinder der Musikschule Heidi und Charly Thür. Mit einem Block voller bekannter Melodien, die sich ums Thema Feuer drehten, trafen sie sozusagen von Anfang an den richtigen Ton. Und zwar mit Liedern wie Mani Matters unsterbliches «I han es Zündhölzli azündt» oder aber auch «Das brennt so heiss wie Feuer», «Am Lagerfeuer» oder «Mir sind vo dä Füürwehr». Bei letzterem fuhren die Musikschüler mit einem Feuerwehrauto aus Holz auf, und der ganze Saal sang den Refrain lauthals mit. Das war ein erster Höhepunkt des Abends, aber noch lange nicht der letzte.

Lüpfiges für Ländlerfreunde

Im zweiten Block kamen nach den Freunden des volkstümlichen Schlagers die Ländlerfreunde auf ihre Kosten, als Mona Lisas Örgelifründe lüpfige Oldies wie «Im Arvestübli» oder «Das Feuer der Sehnsucht» zum besten gaben. Natürlich wurde – wie es beim HC-Berg bei sämtlichen Formationen üblich ist – nicht nur instrumental gespielt, sondern mit Begeisterung gesungen.

Und dann war schliesslich der Moment da, wegen dem wohl viele an diesem Abend gekommen waren. Das neugegründete Jugendorchester namens «Fortissimo» hatte seinen ersten Auftritt. Zwar mutete das Orchester mit einer sechsköpfigen Besetzung eher wie eine Band an, aber das tat der Begeisterung bei den Auftretenden wie bei den Applaudierenden überhaupt keinen Abbruch. Der Beifall des Publikums, das die Halle bis auf den letzten Platz füllte, war so gross, dass nach dem programmatischen «We are here!» und Mike Oldfields «Moonlight Shadow» noch am Ende Nenas «Leuchtturm» ein zweites Mal gespielt werden musste.

Funken entzündet Publikum

Doch damit war der Abend noch lange nicht vorbei. Nach der grossen Pause zeigten die Musiker des Hauptorchesters des Handharmonika-Club Berg unter der Leitung von Daniela Balser-Hungerbühler, dass auch sie es meisterhaft verstehen, ihr Publikum wunderschön zu unterhalten. Es war gar keine Frage: Der «Funken» sprang an diesem Abend schnell aufs Publikum über, welches fortan ganz «Feuer und Flamme» für das gleichnamige Programm war.