Folkloristische Klänge mit einem Hauch Jazz

HELDSWIL. Livio Andreina, Daniel Stocker und Lukas Weber begeisterten als «Drüo sún» das Publikum im Heldswiler Atelier Steinmusik.

Claudia Gerrits
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Daniel Stocker, Livio Andreina und Lukas Weber im Atelier Steinmusik. (Bild: clg)

Daniel Stocker, Livio Andreina und Lukas Weber im Atelier Steinmusik. (Bild: clg)

Von einem Norweger hatte Livio Andreina die Polka gehört, die zusammen mit einem belgischen Holzschuhtanz das letzte Stück des Konzerts ergab. Volksmusik aus nah und fern lieferte auch die Zutaten zu allen anderen Stücken, mit denen die drei Musiker das Publikum unterhielten. Zum gelungenen Abend trug auch bei, dass Magdalena Zunftmeister und Beat Weyeneth vom Atelier Steinmusik zur Pause einen köstlichen Imbiss anboten.

Die Neugier geweckt

Als etwas andere Volksmusik umschreiben Andreina, Stocker und Weber ihre Musik. Sún bedeute Wind, drüo sún sei ein Annäherungsversuch an die «Ländlermusig», etwas vom Treibwind verweht, mit einem Hauch Jazz. Auf Reisen hat Andreina, der auch Schauspieler und Regisseur ist, Melodien, Rhythmen und Klangmotive aus der Volksmusik gesammelt, die ihn bei seiner Eigenkomposition oder bei der Bearbeitung traditioneller Stücke inspiriert haben. «Irgendwann wurde ich neugierig, wie diese Musik zusammen mit anderen Instrumenten klingen würde», verriet Andreina. So sind Kontrabassist Daniel Stocker und Perkussionist Lukas Weber dazugestossen.

Fremd und doch vertraut

Manchmal bekannt, dann wieder mehr von ferne klangen die Melodien, doch selbst dann mischten sich immer wieder vertraute Klänge ein. Oft eigenwillig setzten die Musiker ihre Instrumente ein. Ein Cajon, ein Djembe, ein Becken, ein Tontopf, Glöckchen, aufgereihte Kronkorken und andere ungewohnte Dinge sind Webers Perkussionsinstrumente. Mit Entdeckerlust loteten die Musiker die Klangmöglichkeiten ihrer Instrumente aus, oft in einer spannenden Zwiesprache.

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