Föhn hat Hochkonjunktur

Im Herbst erlebt der Föhn die zweitgrösste Aktivität des Jahres. An erster Stelle steht der Frühling. Diese Tatsache hat mit dem Sonnenstand zu tun. Dieser bewirkt zu unterschiedlichen Jahreszeiten unterschiedliche Wetterlagen.

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Im Herbst erlebt der Föhn die zweitgrösste Aktivität des Jahres. An erster Stelle steht der Frühling. Diese Tatsache hat mit dem Sonnenstand zu tun. Dieser bewirkt zu unterschiedlichen Jahreszeiten unterschiedliche Wetterlagen. Im Herbst und im Frühjahr entwickeln sich mit Vorliebe Tiefdruckgebiete über dem nahen Atlantik, der Biskaya oder Spanien. Sie bewirken über den Alpen Südwest- bis Südwinde. Bei voller Südlage ist der Föhn auf der Nordseite am stärksten. Föhn ist immer an eine Strömung gebunden, die ein Hindernis überqueren muss. Im Tessin kennt man auch den Nordföhn. In den Rocky Mountains kommt der Föhn aus West oder Ost.

Nachdem gestern abend der Föhn mit einem Paukenschlag eingesetzt hat und mit Windspitzen bis 100 Kilometer pro Stunde durch die Alpentäler brauste, geht es in den kommenden Tagen weiter mit föhnigen Aufhellungen, warmen Südwinden in den Tälern und meist trockenem Wetter in der Ostschweiz. Sonne und Wolken wechseln sich ab, wobei die Wolken die Oberhand haben dürften.

Prognosen bei Föhn zu erstellen, ist komplex. Aus Westen driften schon bald Fronten heran, werden aber durch den starken Föhn in ihrem Voranschreiten gebremst und nicht selten sogar regelrecht aufgetrocknet. So wird in dieser Woche kaum oder nur sehr wenig Regen fallen. Dieser ist auch nur örtlich anzutreffen.

Die Temperaturen erreichen am Bodensee jeweils um die 20 Grad. Im Rheintal, im Appenzellerland und im Toggenburg bei Föhndurchbruch nahezu 25 Grad. Dieses Intermezzo dauert bis Freitag an. Erst am Samstag scheint sich die Lage definitiv umzugestalten. (cf)