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Flying Tigers werden heimatlos

SITTERDORF. Auf Ende Jahr hat der BMX-Club Flying Tigers aus Sitterdorf die Kündigung erhalten. Der Club ist nun auf der Suche nach einem Gelände, auf dem eine neue BMX-Anlage gebaut werden könnte.
Maya Mussilier
Markus Rüegg, Präsident des Sitterdorfer BMX-Clubs: Nach 30 Jahren schliesst diese BMX-Anlage beim Flugplatz Sitterdorf. (Bild: Reto Martin)

Markus Rüegg, Präsident des Sitterdorfer BMX-Clubs: Nach 30 Jahren schliesst diese BMX-Anlage beim Flugplatz Sitterdorf. (Bild: Reto Martin)

Schon längere Zeit hält der fast 30jährige Sitterdorfer BMX-Club Flying Tigers Ausschau nach einem neuen Gelände, weil die Anlage den heutigen Anforderungen nicht mehr genügt. «Im Sommer 2010 haben wir zum letzten Mal auf unserer Anlage ein Meisterschaftsrennen durchgeführt», sagt Präsident Markus Rüegg. Ein Ausbau der Anlage war aus Platzgründen keine Alternative. «Es hing wie ein Damoklesschwert über uns, dass wir vom Platz vertrieben werden könnten, bevor wir ein neues Gelände gefunden haben.» Der Club sei aber nicht untätig gewesen und habe seine Fühler in verschiedene Richtungen ausgestreckt. Nun sei das Ende schneller gekommen als erwartet. «Ende September haben wir die Kündigung für die Anlage per Ende Jahr erhalten.»

Im Frühling wird es prekär

Laut Markus Rüegg wird das Problem für die Flying Tigers besonders ab April prekär. «Bis dahin betreiben wir in der Turnhalle Leimbach unser Wintertraining. Aber dann müssen unsere Fahrer wieder auf die Piste.» So schnell sei es nicht möglich, eine eigene neue BMX-Anlage zu realisieren, selbst wenn die Finanzierung, die mehrere 100 000 Franken betragen kann, gesichert wäre, sagt Rüegg.

Dennoch haben sich die Mitglieder Anfang November für den Fortbestand des Clubs entschieden. Dies bedeutet aber auch, dass die Idee einer neuen BMX-Anlage konsequent weiterzuverfolgen ist. Da die Kosten die finanziellen Möglichkeiten des Clubs bei weitem übersteigen, wird nun ein Sponsoring-Konzept für die Finanzierung und den Betrieb einer neuen Bahn erstellt. Gleichzeitig wird die Suche nach einem neuen Standort intensiviert. «Alles, was an Attraktionen aus der Gemeinde verschwindet, tut weh», bedauert Gemeindeammann Heidi Grau die Kündigung. Jedoch sei die Situation nicht neu, man habe deshalb schon mehrfach nach alternativen Standorten Ausschau gehalten.

Alternative an der Sitter?

Seit drei Jahren ist der BMX-Club mit Bischofszell im Gespräch. Zur Debatte steht ein Gelände im Gebiet Bruggwiesen, das möglicherweise für die Erweiterungen der Sportanlagen und der BMX-Bahn in Frage kommen könnte. Noch gehört aber nur ein Teil dieses Gebietes, das bereits als öffentliche Zone für Sport- und Freizeitanlagen ausgeschieden ist, der Stadt Bischofszell. Zwei Parzellen sind noch in Privatbesitz. Sie hätten lange auf Bischofszell gesetzt und fühlten sich nun nicht ganz ernst genommen, weil in dieser Sache nichts Konkretes gegangen sei, zeigt sich Markus Rüegg enttäuscht. Der Bischofszeller Stadtammann Josef Mattle weist seinerseits darauf hin, dass inzwischen ein Treffen für Verhandlungen mit den privaten Grundeigentümern vereinbart sei. Kommt für diese ein Verkauf in Frage, will die Stadt die Parzellen erwerben. «Dann können wir dem BMX-Club den Boden im Baurecht zur Verfügung stellen», stellt Mattle in Aussicht. Aus seiner Sicht wird 2014 das entscheidende Jahr sein.

Weinfelden angefragt

Als weitere Möglichkeit sieht der BMX-Club eine Anlage in Weinfelden. «Wir haben unseren Vorschlag bei der Sportkommission in Weinfelden eingebracht und werden dort noch eine detaillierte Planung nachreichen.» Peter Bär, Leiter des Sportamtes Thurgau, meint dazu: «Es ist für den Verein eine schwierige Situation, auch wenn sie nicht ganz unerwartet kam.» Natürlich werde man versuchen, den Verein zu unterstützen. Werde eine neue Bahn gebaut, so könnte der Club sicher mit einem Beitrag aus dem Sportfonds rechnen. Über die voraussichtliche Höhe könne er keine Angaben machen, weil diese von den Investitionen abhängig sei.

Im Frühling werden die Flying Tigers mit ihren rund 40 aktiven Fahrerinnen und Fahrern zwischen 5 und 50 Jahren voraussichtlich auf die BMX-Pisten in Goldach oder Winterthur ausweichen müssen. «Es ist uns aber sehr wichtig, dass wir dies weiterhin als zusammengehörender Club tun können», sagt Markus Rüegg in der Hoffnung, dass die Ausweichtrainings nicht von Dauer sein werden.

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