Fluglärm wird nicht zunehmen

Auf dem Flugplatz Sitterdorf wird ein neuer Hangar erstellt. Befürchtungen, dass mit dem Ausbau mehr Fluglärm entstehen könnte, zerstreut der Betreiber.

Urs Bänziger
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Nicht allen Flugzeugen steht derzeit ein Hangar zur Verfügung. (Bild: Stefan Schaufelberger)

Nicht allen Flugzeugen steht derzeit ein Hangar zur Verfügung. (Bild: Stefan Schaufelberger)

SITTERDORF. Auf dem Gelände des Flugplatzes Sitterdorf, entlang der Wilenstrasse, wird ein neuer Hangar von 67,5 m Länge, 18,5 m Breite und 5,6 m Höhe gebaut. Ein einfacher Zweckbau, wie Flugplatz-Betreiber Bruno Berner sagt. Es entstehe eine Einstellhalle für jene Flugzeuge, die jetzt auf dem Flugplatz im Freien stünden und der Witterung ausgesetzt seien. Immer wieder komme es vor, dass Flugzeuge durch Hagelschlag beschädigt werden. Dazu komme, dass Kälte und Nässe schlecht für die elektronischen Apparaturen seien.

Bruno Berner möchte deshalb seinen Platzmietern die Möglichkeit bieten, ihre Flugzeuge einzustellen. «Mit etwas Zusammenrücken werden bis zu 15 Flugzeuge im neuen Hangar Platz haben. Das entspricht der Anzahl, die jetzt im Freien abgestellt ist.»

Anzahl Flüge festgelegt

Kaum standen die Visiere für den Hangar, kam in der Bevölkerung die Befürchtung auf, dass mit dem Ausbau der Infrastruktur der Fluglärm zunehmen wird.

Wie der Gemeindeschreiber von Zihlschlacht-Sitterdorf, Niklaus Studach, sagt, hätten sich Bewohner bei der Gemeindeverwaltung danach erkundigt. Auch Bruno Berner wurde angefragt. Der Flugplatz-Betreiber betont, dass die Ängste unbegründet seien: «Mit dem neuen Hangar wird es nicht mehr Flugbetrieb geben und somit auch nicht mehr Fluglärm.»

Es bestehe mit den Anwohnern des Flugplatzes eine schriftliche Abmachung, in welcher die Flugzeiten und die Anzahl Flüge genau festgelegt sind. Er nehme so weit wie möglich Rücksicht auf die Bevölkerung. «Dank dieser Abmachung gibt es keine Probleme.» Die Flugbewegungen auf dem Flugplatz seien seit Jahren gleich, sagt Gemeindeschreiber Niklaus Studach. «Sie werden vom Bazl, dem Bundesamt für Zivilluftfahrt, festgelegt. Um sie zu erhöhen, braucht es eine Bewilligung.

» Das Bazl wacht auch über die Infrastruktur auf den Flugplätzen und ist die zuständige Instanz für Baubewilligungen. Die Gemeinden können ihren Segen dazu geben oder, wenn sie Einwände haben, Einsprache machen.

Seit Eröffnung Rasenpiste

Seit Eröffnung des Flugplatzes 1963 starten und landen die Flugzeuge in Sitterdorf im Grünen. «Die Rasenpiste ist kein Problem», erklärt der Betreiber. «Es landen ja nur kleine Flieger.

» Eine asphaltierte Lande- und Startbahn hätte den Vorteil, dass die Flugzeuge schneller abheben könnten und kürzere Bremswege hätten. Berner: «Für den kleinen Flugplatz wäre dieser Aufwand zu gross.»