Flüchtlingskrise ist Thema im Gottesdienst

KREUZLINGEN. «Wir müssen die Flüchtlinge bei uns willkommen heissen und ihnen mit Nächstenliebe begegnen», sagt Gunnar Brendler, evangelischer Pfarrer in Kreuzlingen, vor den Medien. «Die Flüchtlingskrise ist eine Bewährungsprobe für Europa. Und die Kirche sollte sich dabei einbringen.

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Jmerio Pianari und Gunnar Brendler posieren mit dem Plakat für den Gottesdienst. (Bild: Nicole D'Orazio)

Jmerio Pianari und Gunnar Brendler posieren mit dem Plakat für den Gottesdienst. (Bild: Nicole D'Orazio)

KREUZLINGEN. «Wir müssen die Flüchtlinge bei uns willkommen heissen und ihnen mit Nächstenliebe begegnen», sagt Gunnar Brendler, evangelischer Pfarrer in Kreuzlingen, vor den Medien. «Die Flüchtlingskrise ist eine Bewährungsprobe für Europa. Und die Kirche sollte sich dabei einbringen.» Morgen Sonntag um 11 Uhr findet ein Go Special, ein moderner und frecher Gottesdienst mit Pop- und Rockmusik, zum Thema «Fluchtpunkt Europa – Liebe ist möglich» statt.

«Flüchtlinge benötigen Kontakt zu uns Einheimischen», ergänzt Jmerio Pianari, der Jugendarbeiter der Evangelischen Kirchgemeinde Kreuzlingen. «Dabei ist es wichtig, Ängste abzubauen. Wir halten aber sicher keine Moralpredigt und haben auch keine Pauschallösungen parat.» Das vergangene 72-Stunden-Projekt mit Jugendlichen und Flüchtlingen sei ein gutes Beispiel für eine solche Begegnung. «Es sind bei vielen Teilnehmern positive und nachhaltige Gefühle geblieben», sagt Pianari.

Man werde im Gottesdienst Beispiele erläutern, wie die Leute gegenüber Flüchtlingen aktiver werden könnten, sagt Brendler. «Das muss nicht viel sein. Aber zum Beispiel zusammen einen Spaziergang unternehmen, gärtnern oder zusammen zu Mittag essen.» Beim anschliessenden Apéro bestehe die Möglichkeit, über das Thema zu diskutieren und Fragen zu stellen. «Diakon Hanspeter Rissi, der auch im Empfangszentrum als Seelsorger tätig ist, wird für Fragen zur Verfügung stehen», sagt Brendler. Es könne auch sein, dass einige Flüchtlinge in den Gottesdienst kämen. «Wir lassen uns überraschen.» (ndo)