Flöte und schnatternde Gans

Am Familienkonzert der Amriswiler Konzerte erlebten die grossen und kleinen Zuhörer eine faszinierende Kombination aus Märchen und Musik.

Ramona Riedener
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Die Kinder erleben auf der Bühne klassische Musik, gepaart mit Märchen. (Bild: Ramona Riederer)

Die Kinder erleben auf der Bühne klassische Musik, gepaart mit Märchen. (Bild: Ramona Riederer)

AMRISWIL. «Vor langer, langer Zeit, als es noch keine Bücher gab, wurden die Geschichten nur mündlich weitererzählt. In jedem Dorf gab es deshalb einen Geschichtenerzähler.» Rund fünfzig Kinder in Begleitung ihrer Eltern, Grosseltern, Geschwister oder Paten lauschen am Sonntagnachmittag gespannt den Worten der Märchenerzählerin Manuela Baumann. Der Verein Amriswiler Konzerte hat zu einem ganz besonderen Familienkonzert ins evangelische Kirchgemeindehaus eingeladen. Die grossen und kleinen Zuschauer hören gebannt zu, wie Manuela Baumann die Geschichte von der Gans, die tanzen wollte und durch eine List dem schlauen Fuchs entfliehen konnte, erzählt. Oder derjenigen, wie die Geige und die Flöte zu den Menschen kamen.

Flöten und Violine kombiniert

Mucksmäuschenstill ist es auch während der musikalischen Beiträge von Manuela und Emanuel Christen, die auf verschiedenen Flöten und Violine die Erzählungen mit Musik passend kombinieren. Einen bezaubernden Auftritt bieten die drei Blockflötistinnen Chandra Knaus (8), Rafaela Nauli (7) und Robin Müller (8). Gemeinsam mit Violine und Tenorblockflöte spielen sie aus Mozarts «Zauberflöte» den Vogelfänger.

Sie sei schon ein wenig nervös gewesen vor dem Auftritt, sagt Robin, die seit 15 Monaten Blockflöte lernt.

Es braucht einen Stuhl dazu

In der Pause können die Kinder die verschiedenen Musikinstrumente aus der Nähe betrachten und ausprobieren. Hin und wieder braucht es dazu einen Stuhl, weil einige Instrumente für die Kleinen noch zu gross sind. Auch nach der Pause haben die Musik- und Geschichtenerzählenden die volle Aufmerksamkeit der grossen und kleinen Gäste. Nur auf Geheiss schnattern sie und verwandeln sich in eine grosse Gänseschar. Als betende Gänse konnten sie zu einer List greifen und sich so vom Speiseplan des Fuchses befreien.