Firma Confecta gewährt Einblick in den Betrieb

SULGEN. «Kabel nach Mass» steht unter dem Firmennamen der Confecta AG. Die Vielfältigkeit der Kabelkonfektion stellt das Unternehmen am heutigen Tag der offenen Tür von 10 bis 15 Uhr der Öffentlichkeit vor. Die Firma hat ihren Sitz an der Industriestrasse 9.

Hannelore Bruderer
Merken
Drucken
Teilen

SULGEN. «Kabel nach Mass» steht unter dem Firmennamen der Confecta AG. Die Vielfältigkeit der Kabelkonfektion stellt das Unternehmen am heutigen Tag der offenen Tür von 10 bis 15 Uhr der Öffentlichkeit vor. Die Firma hat ihren Sitz an der Industriestrasse 9.

Massgeschneiderte Lösungen

«Trotz hoher Automatisierung wird bei der Kabelkonfektion noch viel von Hand gefertigt», erklärt Geschäftsführer Paolo Orlando. Die Firma gibt rund 50 Personen Arbeit. Sie stellt keine eigenen Produkte her, sondern ist ein Dienstleistungsunternehmen. Die Confecta AG übernimmt das massgeschneiderte Konfektionieren von Kabeln für Produkte anderer Firmen. Beratung gehört ebenso zum Angebot wie alle Schritte von der Realisierung bis zur Logistik.

Massenware wie das Stromkabel, welches die Lampe mit der Steckdose verbindet, wird in Sulgen nicht gefertigt. Es sind vielmehr kundenspezifische, meist komplexe Verbindungsstücke. Sie reichen von grossen Einzelkabeln, wie sie beispielsweise zwischen Eisenbahnwaggons benötigt werden, bis hin zu ganzen Schaltschränken für die Maschinenindustrie.

Es sei nicht immer leicht, sich im globalen Markt zu behaupten, sagt Orlando. Dennoch ist er überzeugt, dass es sich – kalkuliere man zum Beispiel die Kosten für einen langen Transportweg ein – für bestimmte Artikel immer noch lohnt, in der Schweiz zu produzieren. Eine Überzeugung, die viele Kunden teilen. Vermehrt wird ein ganzes Servicepaket verlangt. «Wir unterstützen die Kunden beim Engineering, weisen bereits in der Offertphase auf Vereinfachungen hin und übernehmen auf Wunsch das Beschaffungswesen und die Dokumentation», fasst der Geschäftsführer zusammen.

Kurze Wege sind wichtig

Im September 2013 ist die Confecta AG in die Räume des ehemaligen Textilunternehmens Greuter Jersey gezogen. Am neuen Standort ist die Firma dabei, ihre Prozessabläufe im Sinne einer «lean production» zu optimieren. «Kurze Wege in der Produktion sind nötig, um wettbewerbsfähig zu bleiben», erklärt Paolo Orlando. Die Arbeitsplätze sind so eingerichtet, dass sie bei mehreren Arbeitsschritten nah beisammen liegen. Werkzeuge und Einzelteile befinden sich immer in Griffnähe der Mitarbeiter. «Jetzt, da wir fertig eingerichtet sind, freuen wir uns, den Betrieb zu zeigen», sagt Orlando.