Finanzsegen für die Schule Tägerwilen

Noch nie zuvor konnte die Volksschulgemeinde Tägerwilen einen so guten Rechnungsabschluss präsentieren: Das Jahr 2015 wird mit einem Plus von 1,6 Millionen abgeschlossen. Die Planung für die Erweiterung des «Trittenbach» verläuft planmässig.

Margrith Pfister-Kübler
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TÄGERWILEN. «Es freut uns sehr, dass wir Ihnen einen noch nie dagewesenen hohen positiven Jahresabschluss präsentieren dürfen. Wir hatten im 2015 das Glück, dass die sonst schon sehr guten Steuereinnahmen noch höher als von uns im Budget angenommen, ausgefallen sind», sagte Daniel Heidegger, Schulpräsident der Volksschulgemeinde Tägerwilen. Eröffnet wurde die Rechnungsversammlung am Dienstagabend in der Aula der Sekundarschule mit flotten Liedern der Zweitklässler unter Leitung von Lehrerin Corina Signer. Die gute Laune war im ganzen Raum spürbar.

Klar mehr Steuereinnahmen

Schulbehördemitglied Stefan Keller, zuständig für die Finanzen und die Infrastruktur, führte im Schnellzugstempo durch die Zahlen: «Ein Highlight: 8,19 Prozent mehr Steuereinnahmen», sagte er. Zum guten Ergebnis trugen auch die günstig vergebenen Unterhaltsarbeiten bei und der haushälterische Umgang mit dem Geld. Bei den Grundstückgewinnsteuern ging allerdings weniger ein als budgetiert.

Bei einem Aufwand von 10,7 Millionen und einem Ertrag von 12,3 Millionen Franken resultiert ein Gewinn von rund 1,6 Millionen Franken. Mit grossem Mehr bewilligten die 65 Stimmberechtigten die Rechnung 2015. Ebenso klar wurde der Zuweisung des Gewinns ins Eigenkapital zugestimmt. Damit habe die Volksschulgemeinde «einiges auf der Seite», sagte Keller.

Er informierte, dass die Behörde fleissig an der Planung für die Erweiterung des Schulhauses Trittenbach sei. Zur Informationsveranstaltung wird am 6. Juni eingeladen. Am 12. September werden öffentlich der Baukredit und die Details vorgestellt und am 25. September werden die Stimmbürger zur Urne gebeten.

Container sind gut isoliert

Weiter wurden Bilder vom Schulraumprovisorium Hasenweg gezeigt. Der Unterricht in den Containern dauert so lange, bis die Schule an der Hauptstrasse wieder beziehbar ist. Man sei gut im Zeitplan und bis jetzt von bösen Überraschungen verschont geblieben, betonte Keller. Stimmbürger Bruno Schlauri sorgte sich um die Temperaturen in den Containern im Sommer, da es zu heiss werde. Schulpräsident Heidegger versicherte: «Kein Problem, die sind alle perfekt isoliert.»

Nach einem Dank des Präsidenten an alle, die sich für die Schule engagieren, waren alle zum Apéro eingeladen. Für die Behörden gab es Applaus. «Eine solch kurze Versammlung haben wir noch nie erlebt, 35 Minuten», freuten sich die Stimmbürger.

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