Finanzieller Zustupf für den Abstimmungskampf

Die Offiziersgesellschaft Bodensee bekämpft die Volksinitiative zur Abschaffung der Wehrpflicht.

Martin Sinzig
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KREUZLINGEN. Eine Mehrheit der Politiker, Parteien und militärfreundlichen Verbände richte sich gegen die Volksinitiative zur Abschaffung der Wehrpflicht der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA), sagte Präsident Thomas Hugentobler an der Generalversammlung vom Freitag. Eine freiwillige Miliz sei eine Illusion. Die Initiative sei ein Angriff auf das Erfolgsmodell Schweiz.

Frauen und Junge gewinnen

Die Offiziersgesellschaft Bodensee, der 300 Mitglieder angehören, will den Abstimmungskampf unterstützen. Darum genehmigte die GV, dem Abstimmungskomitee einen Beitrag von 5000 Franken zu überweisen. Kampagnenleiter Hans-Peter Wüthrich verdankte die Unterstützung und sagte, dass die Kampagne ihr Augenmerk auf die Zielgruppen der Frauen und der 18- bis 34-Jährigen richte. Ziel sei es, im Herbst ein deutliches Volksmehr zu erringen.

Neben dem Schulterschluss zur Bekämpfung der GSoA-Initiative äusserte Hugentobler kritische Worte zur Weiterentwicklung der Armee. An erster Stelle verurteilte er das Verhalten des Gesamtbundesrates, der der Armee ständig Finanzmittel entziehe und sogar den Willen des Parlaments ignoriere. Auch wenn der Nationalrat jüngst mehr Mittel beschlossen habe, bewege sich das Militärbudget an einer historischen Untergrenze.

Zwei Neue im Vorstand

Die Offiziersgesellschaft Bodensee feiert 2013 ihr 10jähriges Bestehen. Nach 14 Jahren im Vorstand wurde Mike Nägeli (Güttingen) verabschiedet. Neu gewählt wurden Major Marc Ramel (Weinfelden) und Leutnant Adrian Schmalz (Kreuzlingen). Danach sprach Brigadier Martin Vögeli, Kommandant der Infanteriebrigade 7, über die Kaderbrigade als Reserve im 21. Jahrhundert.

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