Finanzentwicklung besser als das Budget der Stadt

Es war gestern auch ein bewegender Tag für Stadtrat Patrick Hug: Als Ressortverantwortlicher Finanzen nahm er das Ergebnis der Budgetabstimmung der Stadt erfreut zur Kenntnis.

Max Eichenberger
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Vizestadtammann Patrick Hug (Bild: me)

Vizestadtammann Patrick Hug (Bild: me)

ARBON. Die Arboner Stimmbürger – jeder dritte ging zur Urne oder hat brieflich abgestimmt – haben den Voranschlag mit 1805 Ja gegen 706 Nein gutgeheissen.

Dann kam die Kunde aus St. Gallen, dass Stadtammann Martin Klöti im ersten Wahlgang die Wahl in die Regierung geschafft hat. So kann die Nachfolgeregelung im Stadthaus ohne Verzug beginnen. Hug hat bis jetzt als einziger sein Interesse am Amt öffentlich bekundet.

Mit dem Resultat der Budgetabstimmung zeigt sich Hug zufrieden. «Mehr als tausend mehr Ja- als Neinstimmen trotz eines Budgetdefizits von 687 000 Franken ist beachtlich.» Abgesehen davon, dass es immer einen Sockel an Nein-Stimmen gebe, «kann ich begreifen, dass gewisse Leute angesichts des Budgetfehlbetrags dem Voranschlag nicht zustimmen mochten». Immerhin investiere die Stadt 14 Millionen – «das ist dreimal mehr als der bisherige Rekordbetrag».

Was die finanziellen Aussichten betreffe, so kündigten sich sehr erfreuliche Rechnungszahlen 2011 an. Das Ergebnis wird der Stadtrat zwar erst am 3. April präsentieren. Eines nimmt Hug aber schon mal vorweg: Statt des budgetierten Defizits von 880 000 Franken werde die Stadt «ein sehr viel besseres Ergebnis» vorlegen können. Ob denn, nachdem schon im November von einer Besserstellung von über 400 000 Franken die Rede war, die Zahlen schwarz sind, mochte Hug nicht kommentieren.

Er fügte aber noch an, dass Indizien darauf hindeuten, dass auch das Jahresergebnis 2012 besser ausfallen könnte als im eben gutgeheissenen Budget: «In den ersten zwei Monaten hat sich gezeigt, dass die Steuereinnahmen weiter im Steigen begriffen sind.» Das seien positive Zeichen, die unterstreichen würden, «dass die Stadt die hohen Investitionen gut stemmen kann – vorausgesetzt, die Wirtschaftslage bleibt einigermassen stabil».