Feuerwehr übt erstmals im Zentrum

Die Weinfelder Feuerwehr geht unter die Leute: Erstmals findet am Samstag ein Einführungskurs auf dem Marktplatz statt.

Esther Simon
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Martin Eggmann, Kommandant der Weinfelder Feuerwehr seit 2005. (Bild: zVg)

Martin Eggmann, Kommandant der Weinfelder Feuerwehr seit 2005. (Bild: zVg)

Weinfelden. Der Stadtbrand von Glarus im Mai 1861 hat auch den Thurgauern mächtig eingeheizt. Die riesige Feuersbrunst, die einen Drittel der Stadt, 600 Gebäude, in Schutt und Asche legte, die Behausungen fast der Hälfte der Bevölkerung vernichtete und acht Menschen den Tod brachte, war auch von Weinfelden aus zu sehen. Der Stadtbrand von Glarus war der Auslöser für die Gründung der ersten Feuerwehren im Kanton.

Drei Züge an der Arbeit

Wie eine moderne Feuerwehr funktioniert und wie sie ihre Leute ausbildet, zeigt der Stützpunkt Weinfelden morgen Samstag auf dem Marktplatz im Rahmen eines Einführungskurses. Der Einführungskurs gehört zur Grundausbildung von Frauen und Männern, die sich in der Feuerwehr engagieren wollen. Sie sollen die verschiedenen Formationen kennenlernen und können dann wählen, in welcher sie arbeiten wollen.

«Die Übungen finden zwar für die Teilnehmer am Einführungskurs statt, aber auch Zuschauer sind herzlich willkommen», sagt Martin Eggmann, Kommandant der Weinfelder Feuerwehr seit 2005.

Für alle eine Herausforderung

Von 7.45 bis 8.45 Uhr ist der Sanitäts-Zug an der Arbeit, von 9 bis 10.15 Uhr der Brandschutz-Zug und von 10.45 bis 11.45 Uhr der Stabs-Zug.

Der Einführungskurs sei auch für die Zugführer eine Herausforderung, sagt Martin Knöpfli, der das Programm zusammengestellt hat. 102 Männer und 20 Frauen zählt die Weinfelder Feuerwehr zurzeit. 15 Leute könnten noch gebraucht werden, genau 15 machen im aktuellen Einführungskurs mit.