Feuer zerstört Einfamilienhaus

SCHOCHERSWIL. In Schocherswil brennt ein Haus bis auf die Grundmauern nieder. Während mehrerer Stunden ist die Verbindungsstrasse Amriswil-Bischofszell gesperrt, die Feuerwehr leitet den Verkehr um. Die betroffene Familie kommt bei Verwandten unter. Im Feuer sterben Haustiere.

Rita Kohn
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Wird ein Raub der Flammen: Das Einfamilienhaus am Schocherswilerstich ist weitgehend zerstört. (Bild: Daniela Ebinger)

Wird ein Raub der Flammen: Das Einfamilienhaus am Schocherswilerstich ist weitgehend zerstört. (Bild: Daniela Ebinger)

Schocherswil. Schock für die Bewohner eines Einfamilienhauses am Schocherswiler Stich gestern nachmittag: Ihr altes Haus wird durch einen Brand vollkommen zerstört. Besonders tragisch ist auch, dass die Haustiere der Familie – Hunde und Vögel – nicht mehr aus dem brennenden Haus geborgen werden konnten.

«Wir mussten unsere Leute aus dem Haus zurückziehen, es wurde zu gefährlich», sagt Markus Stamm, Kommandant der Stützpunktfeuerwehr Amriswil.

Bischofszell beigezogen

Als die Feuerwehr kurz nach dem Alarm um 14.56 Uhr auf dem Brandplatz erscheint, steht der erste Boden des Hauses bereits in Flammen. Sofort wurde die Stützpunktfeuerwehr Bischofszell beigezogen. «Weil wir einige Ferienabwesenheiten zu verzeichnen haben und auf einen starken Atemschutz angewiesen waren, schien es mir wichtig, Bischofszell einzubeziehen», schildert Markus Stamm.

Mit Atemschutz versuchte die Feuerwehr zunächst den Brandherd von innen zu bekämpfen. Als die brennenden Böden einzustürzen drohten, mussten sich die Einsatzkräfte zurückziehen.

Feuer flackert wieder auf

Trotz vollem Einsatz konnte die Feuerwehr nicht verhindern, dass sich das Feuer im Haus weiter ausbreitet. Ein starker Wind erschwerte die Löscharbeiten und fachte die Glut weiter an.

«Es gab einen Moment, in dem wir glaubten, wir hätten das Feuer gelöscht, doch dann flackerte es wieder auf», so Stamm. Die Flammen hätten sich in den Wänden nach oben fressen können. Wo der Brand ausgebrochen ist, kann der Feuerwehrkommandant noch nicht sagen.

Weshalb der Brand entstanden ist, ist derzeit ebenfalls noch nicht klar. Der Brandermittlungsdienst der Kantonspolizei Thurgau hat mit den Abklärungen begonnen.

Verkehr umgeleitet

Durch den Brand des Einfamilienhauses, das unmittelbar an der Hauptstrasse zwischen Amriswil und Bischofszell liegt, wurde eine Verkehrsumleitung nötig, die bis in die Nachtstunden andauerte.

Zudem mussten während der Nachtstunden drei Feuerwehrleute Brandwache halten. «Es ist nicht absehbar, ob der Brand irgendwo plötzlich wieder ausbricht», sagt Markus Stamm am frühen Abend.

Bewohner bei Verwandten

Die 43jährige Frau und der 56jährige Mann, die die Liegenschaft bewohnten, sind bei Verwandten untergekommen. Wie Reto Menegola von der Stadtverwaltung erklärt, wurde den Betroffenen von Seiten der Stadt sofort Hilfe angeboten. Er hofft, dass die Betroffenen über das Wochenende zur Ruhe kommen und den Schock etwas bewältigen können.

Ob die Stadt weitere Hilfe leisten muss, sei derzeit nicht absehbar. Das werde am Montag abgeklärt. «Wichtig ist als erstes, dass sie ein Dach über dem Kopf haben.»

Anwohner reagieren

Alarmiert worden ist die Feuerwehr von aufmerksamen Anwohnern. Während der Brand entstand, waren die Bewohner nicht zu Hause. Das Feuer hat die gesamte Habe der Bewohner zerstört, konnte doch selbst das schnelle Eingreifen der Feuerwehr nicht verhindern, dass alle Stockwerke des alten Hause ausbrannten.

Der Sachschaden dürfte gemäss Mitteilung der Kantonspolizei mehrere zehntausend Franken betragen. Die Liegenschaft wurde durch das Feuer nahezu vollständig zerstört.